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Warzen: Meist harmlos, aber ansteckend - Hausmittel können helfen!

Sie sind nicht besonders schön anzusehen, können sehr lästig und manchmal sogar schmerzhaft sein: die unbeliebten Warzen. Wie sie entstehen, wer besonders gefährdet ist und was man dagegen tun kann...

Inhalt

1. Was sind Warzen?

2. Ursachen und Risikofaktoren

3. Wer ist gefährdet?

4. So schützt du dich

5. Die häufigsten Warzenarten

5.1 Stachelwarzen

5.2 Mosaik- und Dornwarzen

5.3 Flachwarzen

5.4 Feigwarzen

5.5 Dellwarzen

5.6 Stielwarzen

5.7 Alterswarzen

6. Therapie

 

Was sind Warzen?

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Bild: UvGroup/Shutterstock

Sie sind nicht besonders schön anzusehen, können sehr lästig und in manchen Fällen auch schmerzhaft sein: die unbeliebten Warzen. Hierbei handelt es sich um gutartige Hautwucherungen, die unterschiedlich aussehen können, wie die Apotheken Rundschau beschreibt. Mal sind sie flach, mal kugelig, rund oder oval, mit glatter oder zerklüfteter Oberfläche. Auch in der Größe können sie sich sehr unterscheiden. Manchmal sind sie so klein wie ein Stecknadelkopf und ein anderes Mal sind sie so groß wie eine Bohne.
Je nach Warzenart sind verschiedene Körperstellen davon betroffen. Meist tauchen sie an den Fingern, der Fußsohle, im Gesicht oder sogar im Genitalbereich auf.

 

 

Ursachen und Risikofaktoren

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Bild: elgreko/Shutterstock

Die meisten Warzen werden durch Viren, den sogenannten humanen Papillomaviren (kurz HPV) verursacht, wie das Portal Warzen.com erklärt. 

Die Erreger werden von Mensch zu Mensch übertagen, indem sie sich zum Beispiel nur die Hand geben. Aber auch ungeschützter Geschlechtsverkehr kann zu einer Übertragung führen.

Gelangen die Viren erstmal auf die Haut oder Schleimhäute, können sie durch kleine Risse oder Verletzungen in die oberste Hautschicht eindringen. Wer zum Beispiel barfuß im Schwimmbad oder der Sauna läuft, kann sich mit den Viren infizieren.

Die Haut fängt an zu wuchern, wenn die Viren einzelne Zellen befallen haben. Das heißt aber nicht, dass gleich jeder Mensch Warzen bekommen muss.

 

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Bild: Tatiana Shepeleva/Shutterstock

Man unterscheidet zwischen rund 90 verschiedenen HPV-Typen, berichtet die Apotheken Rundschau. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen: die Dellwarzen und die Alterswarzen.

Dellwarzen werden durch ein Pockenvirus ausgelöst, während Alterswarzen meist bei älteren Personen auftreten. Sie sind nicht ansteckend. 

Die meisten Warzen sind harmlos und Betroffene haben wenig oder gar keine Beschwerden. Jedoch können Feigwarzen starken Juckreiz auslösen, da sie sich meist an empfindlichen Körperstellen befinden. Auch Dornwarzen an den Füßen können beim Gehen sehr schmerzhaft sein. Betroffene sollten daher am besten einen Arzt aufsuchen. Aus kosmetischer Sicht können Warzen sehr stören, besonders wenn sie stark erhaben und zerklüftet sind.

Grundsätzlich gelten Warzen als ungefährlich, das trifft aber nicht bei allen zu, denn auch Hautkrebs kann warzenähnliche Gebilde auslösen. Feigwarzen, die im Genitalbereich entstehen, könnten Unterleibskrebs verursachen.

Generell gelten humane Papillomaviren als ein Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Daher gilt: Sobald sich die Haut verändert, sollte ein Arzt aufgesucht werden! Der kann bei Bedarf Hautgewebe entnehmen und es im Labor untersuchen lassen.

 

Die wichtigsten Fakten über Viruswarzen

 

Wer ist gefährdet?

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Bild: Astrid Gast/Shutterstock

Besonders Kinder und Jugendliche haben ein erhöhtes Risiko an Warzen zu erkranken. Ihr Immunsystem ist noch nicht ausgereift genug, um die Erreger abzuwehren.

Die Bildung von Warzen wird aber auch durch verschiedene Faktoren begünstigt. Personen, die leicht schwitzen, besonders an den Füßen, oft feuchte Hände haben und luftundurchlässige Schuhe tragen, können leichter die Hautwucherungen bekommen. Aber auch Menschen, die an einer Hautkrankheit leider wie Neurodermitis, ein schwaches Immunsystem haben, rauchen oder Diabetes krank sind, sind anfälliger für die Viren.

 

So kannst du dich schützen

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Bild: dejavu/Shutterstock

Sich vor den hoch ansteckenden Viren zu schützen, ist gar nicht so einfach, doch wer ein paar einfache Hygieneregeln beachtet, kann sich vor Warzenerregern schützen.

Bei einem Schwimmbad-, Fitnessstudio- oder Saunabesuch sollte man zum Beispiel immer Badeschuhe tragen. Das Gleiche gilt auch für Hotelzimmer. Barfuß laufen sollte hier möglichst vermieden werden. Der Betroffene infiziert sich mit den Viren über eine Schmier- oder Kontaktinfektion. 

 

 

Fußpflege zur Vorbeugung

Nach dem Duschen oder Baden sollten die Finger- und Zehenzwischenräume immer gut abgetrocknet werden, denn Warzenerreger bevorzugen eine feuchte Umgebung.

Eine gründliche Pflege der Füße kann die Entstehung einer Warze verhindern. Wer an schwitzenden Füßen leidet, sollte Baumwollsocken verwenden, da diese den Schweiß besonders gut resorbieren können. Fußpuder kann bei diesem Problem auch eine gute Lösung sein. Außerdem sollten die Schuhe regelmäßig gewechselt werden.

 

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Bild: Mr.Cheangchai Noojuntuk/Shutterstock

Trockene Haut begünstigt Infektion mit Warzen

Menschen, die zu trockener bis hin zu rissiger Haut neigen, sollten die betreffenden Hautpartien mit fetthaltigen Salben behandeln, denn trockene Haut begünstigt das Risiko einer Ansteckung mit Warzenerregern, laut Apotheken Rundschau. Vor allem betroffen sind Personen mit Neurodermitis und anderen Hautkrankheiten. Die Viren können sich in die kleinen Hautrisse hineinsetzen und ausbreiten. Besonders in den Wintermonaten sollte die Hautpflege daher eine wichtige Rolle einnehmen.

 

Hygieneregeln beachten

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Bild: jananya sriphairot/Shutterstock

Leidet jemand aus der Familie an einer Warze, sollte darauf geachtet werden, dass man nicht das gleiche Handtuch oder Waschlappen benutzt. Beim Abtrocknen lagern sich kleine Hautschüppchen im Handtuch ab, die mit dem Virus behaftet sein können. So entsteht eine erhöhte Übertragungsgefahr. Die benutzte Wäsche wie Handtücher, aber auch Socken sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Da sich die Warzenviren sehr leicht verbreiten können, sollte man sich unbedingt die Hände desinfizieren, wenn man eine Warze berührt hat. Generell gilt: Regelmäßig und ausreichend Hände waschen!

Ein weiterer Tipp, um sich vor Viren zu schützen, ist die Stärkung des Immunsystems. Dazu gehört eine gesunde Ernährung sowie Bewegung, vorzugsweise an der frischen Luft.

 

Impfung als Warzen-Prophylaxe

Um sich zu schützen, kann man sich auch gegen humane Papillomaviren impfen lassen. Die Impfung schützt jedoch nicht vor allen HPV-Typen. Gegen vulgäre Warzen wie Stachelwarzen, Dornwarzen oder plane Warzen wie Flachwarzen hat die Impfung keinen Einfluss. Dennoch kann mit einer Impfung das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und Feigwarzen gesenkt werden, berichtet das Portal Warzen.com. Eine Impfempfehlung gilt derzeit für Mädchen im Alter zwischen neun und 14 Jahren, die noch keinen Sex hatten.

 

 

Die häufigsten Warzenarten

Stachelwarzen

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Bild: Martin Bowra/Shutterstock

Am häufigsten treten sogenannten vulgären Warzen auf. Sie entstehen durch humanen Papillomaviren, die durch eine Schmierinfektion übertragen werden. Sie werden auch gewöhnliche Warzen oder Stachelwarzen genannt und erinnern vom Aussehen an einen Blumenkohl. Zuerst entwickelt sich ein kleiner Punkt, der immer größer wird und der weitere Warzen rundherum bilden kann. Die Größe dieser Warzenart beträgt maximal fünf Millimeter. Sie treten meist an den Händen, an den Fingern und im Gesicht auf. Selten findet man sie auch an den Füßen. Jeder kann die gräulichen Warzen bekommen, ganz gleich welchen Alters. Schmerzhaft und gefährlich sind die Verhornungen nicht.

Behandlung

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Bild: SURKED/Shutterstock

Effektiv bei vielen Warzen sind spezielle Tinkturen aus der Apotheke, mit denen die betroffene Hautstelle betupft werden kann. Diese Behandlung ist jedoch nur bei oberflächlichen Stachelwarzen geeignet. Nach ein paar Anwendungen stirbt die obere Hautschicht ab und die Warze kann leicht entfernt werden. Bei tiefliegenden Warzen sollte ein Hautarzt aufgesucht werden, der dann entscheidet ob die Warze verätzt oder abgeschliffen werden muss.  

In manchen Fällen kann die Warze aber auch von alleine wieder verschwinden, dazu ist es wichtig sein Immunsystem zu stärken.

Es gibt aber auch jede Menge Hausmittel, die helfen können die Warzen los zu werden. Dazu badet man zum Beispiel die betroffenen Hautstellen regelmäßig in einer Kernseifenlauge und behandelt die Warze danach mit einem Naturbimsstein und trägt sie somit ab. Den Vorgang wiederholt man so lange, bis sie gänzlich verschwunden ist.

 

Mosaik- und Dornwarzen

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Bild: Arve Bettum/Shutterstock

Es gibt zwei verschiedene Arten von Warzen, die an den Fußsohlen zu finden sind: die Mosaik- und Dornwarzen. Während die Dornwarzen, die auch Stechwarzen genannt werden, tief in die Haut wachsen und beim Laufen erhebliche Schmerzen verursachen können, sind Mosaikwarzen sehr flach, liegen an der Hautoberfläche und lösen meist keine Beschwerden aus. Sie treten stattdessen in großer Zahl auf, bis zu 20 Exemplare, und werden aufgrund ihrer Anordnung Mosaikwarzen genannt. Eine Behandlung durch einen Arzt ist nicht zwingend notwendig.  

 

Dornwarzen hingegen haben eine stark verhornte Oberfläche, die dunkle Pünktchen zeigt. Der Großteil der sogenannten Plantarwarze ist nicht sichtbar, da er tief ins Gewebeinnere wächst. Durch den großen Druck an der Ferse, den Zehen und dem Fußballen, wachsen sie nach innen. Wie die meisten Warzen werden sie durch humane Papillomaviren ausgelöst.

Eine Infektion mit den Viren geschieht entweder durch direkten Kontakt mit erkrankten Personen oder durch eine Schmierinfektion. Dazu reicht es schon barfuß in der Saune oder im Schwimmbad zu gehen, denn gerade in einem feuchtwarmen Klima verbreiten sich die Viren besonders gut. Nach einem Besuch sollten die Füße daher unbedingt desinfiziert werden. Hat man sich eine Dornwarze zugezogen, sollte man vorzugsweise einen Arzt aufsuchen, da die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist und die Warzen sehr schmerzhaft werden können. Dies gilt vor allem für Diabetiker.

Behandlung

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Bild: Alexander Raths/Shutterstock

Ärzte verwenden zur Entfernung verschiedene Methoden: elektrischer Strom (Elektrokoagulation), Hitze (Kauterisation) oder Kälte (Kryotherapie). Bei allen Behandlungen wird die oberste Hautschicht der Warze zerstört und kann dann entfernt werden. Das gängigste Verfahren ist dabei die Therapie mit Kälte, bei der ein mit Stickstoff heruntergekühlter Applikator auf die Warze gedrückt wird. Bei diesen Therapien kann es jedoch zu Verletzungen der Haut kommen, in die sich Viren einnisten und so weitere Warzen entstehen können.

Dornwarzen, die sehr tief ins Gewebe gewachsen sind, können oftmals nur durch eine Operation entfernt werden.

Eine Selbstbehandlung der Dornwarze ist aber auch möglich. Dazu gibt es in der Apotheke verschiedene Tinkturen, die auf die oberste Hautschicht aufgetragen werden. Nach und nach kann dann die Hautschicht abgetragen werden, bis die Warze letztendlich verschwunden ist. Die gängigsten Substanzen sind verschiedene Derivate der Essigsäure, die Salicylsäure und der Höllenstein-Ätzstift, der Silbernitrat enthält.

Es gibt aber auch eine Reihe an Hausmitteln, die bei der Entfernung der Warze helfen können. Dazu kann man ein in Essig getränktes Zwiebelstück auf die Warze legen und mit einem Pflaster über Nacht befestigen. Auch Produkte mit Teebaumöl und Aloe Vera schreibt man eine heilende Wirkung zu. 

 

Im Video erfährst du, wie Duck Tape (silberfarbenes Klebeband) bei der Warzenentfernung helfen kann.

 

Flachwarzen

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Bild: Sakuoka_Shutterstock

Besonders Kinder und Jugendliche sind von Plan- bzw. Flachwarzen betroffen. Sie treten überwiegend, oftmals auch in größerer Anzahl, an den Händen und im Gesicht auf. Besonders die Stirn, Schläfen, Wangen und Mundpartie sind betroffen. Aber auch entlang der Achseln können sie auftreten. 

Flachwarzen sind meist hautfarben, wenig erhaben und nur wenige Millimeter groß. Manchmal werden sie gar nicht als Warzen erkannt. 

 

Auslöser sind wie bei den meisten Warzen die humanen Papillomaviren. Werden die Warzen aufgekratzt, werden die Erreger auch auf andere Hautstellen übertragen und die Ausbreitung nimmt ihren Lauf. Dennoch gelten Planwarzen als harmlos und bilden sich oftmals, narbenlos, von alleine wieder zurück. Dies kann jedoch Monate oder Jahre dauern.

Behandlung

Eine Behandlung ist im Grunde nicht notwendig. Wer dennoch etwas dagegen tun möchte, kann sie mit einer Vitamin-A-Säurehaltigen Salbe oder Salizylsäure behandeln. Es gibt aber auch weitere Möglichkeiten, wie auf natürliche Weise die Hautwucherung entfernt werden kann. So soll zum Beispiel eine Paste aus Rizinusöl und Natron helfen.

 

Feigwarzen

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Bild: Ocskay Bence/Shutterstock

Diese Warzenart, die auch unter dem Namen Feucht- oder Genitalwarzen bekannt ist, gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten. Sie entstehen im Genital- und Analbereich und treten in größerer Anzahl und dicht angesiedelt auf. Man spricht hier auch von Warzenbeeten.

Ausgelöst werden sie, wie die meisten Warzen auch, durch eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Die Viren dringen durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und über verletzte Haut an Geschlechtsorganen, After oder Enddarm in die obere Hautschicht bzw. Schleimhaut ein. Die Einnistung der Viren bedeutet aber nicht zugleich, dass sich eine Warze bilden muss. Kommen jedoch weitere begünstigende Faktoren hinzu, wie ein geschwächtes Immunsystem, kann es durch die Viren zu den sogenannten Kondylome kommen. Viele Menschen tragen die Viren in sich, müssen aber keine Feigwarze haben, trotzdem können sie andere mit den Viren infizieren.

Man unterscheidet zwischen zahlreichen HPV-Typen. Für die Feigwarze ist Typ 6 und 11 verantwortlich. Mediziner sehen bei diesen Typen das Risiko für Gebärmutterhalskrebs eher gering, im Gegensatz zu den Typen 16 und 18.

Die entstandene Hautwucherung ist gutartig, meist so groß wie ein Stecknadelkopf und rötlich, bräunlich oder grau-weißlich. Schmerzen verursachen die Knötchen nicht, doch an empfindlichen Stellen kann es zu Juckreiz und Brennen kommen.

Behandlung

Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden, um Genitalwarzen los zu werden. Dabei kommt es immer auf das Ausmaß und die befallene Hautstelle an. Betroffene können zum Beispiel die Knötchen mit einer Lösung oder einer Creme, die vom Arzt verschrieben wurde, selbst behandeln. Die Behandlung kann über mehrere Wochen hinweg andauern, bis sie verschwunden sind.

Sind die Warzen besonders hartnäckig oder befinden sich auf der Schleimhaut des Intimbereichs oder sogar im Innern wie zum Beispiel im Enddarm, müssen sie von einem Arzt behandelt werden. Dazu benutzt der Mediziner Trichloressigsäure, die er auf die Warzen gibt, bis sie nach wöchentlicher Wiederholung absterben.

Eine weitere Behandlungsmethode ist die Vereisung. Hier wird flüssiger Stickstoff auf die Hautwucherung getupft.

Handelt es sich um ein Warzenbeet oder um Warzen, die nach erfolgreicher Behandlung wiederkehren, kann der Arzt sie operativ entfernen. Dabei wird die Wucherung mit einem speziellen feinen Löffel (Kürettage) abgetragen. Alternativ kann das Gewebe aber auch durch Hitze, die entweder durch Strom (Elektrokaustik) oder einen Laser erzeugt wird, zerstört werden.

Bei Feigwarzen kann es durchaus vorkommen, dass sie nach erfolgreicher Entfernung, wieder auftreten. Das liegt daran, dass die Viren nie vollständig beseitig werden können. Zudem können Zellen, die sich in der Nähe der Feigwarze befinden, bereits infiziert worden sein.

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Bild: Alex_Traksel/Shutterstock

Um sich vor Feigwarzen zu schützen, sollte beim Geschlechtsverkehr ein Kondom benutzt werden, da die Viren durch direkten Hautkontakt oder Schmierinfektion

übertragen werden.

Zudem gibt es aber auch eine HPV-Impfung, die vor den Viren-Typen 6, 11, 16 und 18 schützen kann. Hauptsächlich junge Mädchen zwischen neun und 14 Jahren wird die Impfung empfohlen, da sie vor Gebärmutterhalskrebs schützen soll. Sie kann aber auch vor einer Infektion mit Feigwarzen schützen. Einen absoluten Schutz bietet sie jedoch nicht.

 

Dellwarzen

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Bild: Jarrod Erbe/Shutterstock

Die Mollusken, wie Dellwarzen von Ärzten bezeichnet werden, entstehen durch eine Infektion mit dem Molluscum-contagiosum-Virus, das sich besonders gut im feuchtwarmen Milieu ausbreitet, wie der Ratgeber Hautgesundheit berichtet. Der Erreger gehört, wie auch das Pockenvirus, zur Gruppe der Poxviren, die über Risse in der Haut eindringen.

Ein Schwimmbad- oder Saunabesuch kann daher schnell zu einer Infektion führen, denn ist die Haut erstmal aufgeweicht, gelangen die Viren ganz leicht in den Organismus. Deshalb werden sie manchmal auch Schwimmbadwarzen genannt. Die Entstehung der Warzen kann zwei bis sieben Wochen dauern, bis sie sichtbar sind. Wie viele Dellwarzen sich bilden, kann sehr unterschiedlich sein. Sie können vereinzelt auftreten, doch meist erscheinen sie gehäuft, in Gruppen oder Linien angeordnet.

Die stecknadelkopf- bis erbsengroßen Warzen, die in der Mitte eingedellt sind, entstehen meist im Gesicht, am Hals, an den Augenlidern, in den Achseln und bei Erwachsenen meist im Genitalbereich. Besonders anfällig für die kleinen hautfarbenen Papeln sind vor allem Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren, aber auch Personen, deren Hautbarriere gestört ist, wie dies bei Neurodermitis-Patienten der Fall ist oder bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Bei dieser Personengruppe können sich Mollusken großflächig ausbreiten.

Vorsicht gilt auch unter Geschwistern. Ist ein Kind erkrankt, sollte es nicht zusammen mit Geschwistern baden, denn dann kann eine Infektion schnell passieren.

 

 

Schmerzhaft sind Dellwarzen nicht, aber sie können starken Juckreiz, Wundgefühl, Rötung oder Schwellung auslösen. Aufkratzen sollte man die Knötchen aber auf keinen Fall, denn dann kann infektiöser Inhalt entweichen, der sehr ansteckend ist. Außerdem ist das Risiko sehr hoch, dass sich auf der angegriffenen Haut zusätzliche eine bakterielle Infektion entsteht.

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Bild: Cherries/Shutterstock

Berührt man damit andere Körperstellen oder Gegenstände, kann sich das Virus leicht ausbreiten. Die Ansteckung mit den Erregern geschieht zum einen durch direkten Hautkontakt und zum anderen durch Gegenstände. Befindet sich das Virus zum Beispiel auf einem Handtuch, kann die Person, die es benutzt sich infizieren. Mediziner sprechen dabei von einer Schmierinfektion.

Nicht jede Infektion führt jedoch gleich zur Bildung einer Dellwarze. Vor allem Erwachsene bekommen Mollusken erst dann, wenn zeitgleich ungünstige Faktoren vorliegen wie zum Beispiel Neurodermitis oder ein geschwächtes Immunsystem.

Behandlung

Es bedarf nicht unbedingt einer speziellen Behandlung, denn oft heilen die Dellwarzen ohne besondere Therapie von alleine ab. Dies kann jedoch sechs bis zwölf Monate dauern, vorausgesetzt die Immunabwehr funktioniert gut. Bei Personen mit Immunschwäche sind Dellwarzen eher hartnäckig und breiten sich großflächig aus. In diesem Fall solle immer ein Arzt aufgesucht werden, der sie mechanisch entfernen kann. Mit dem sogenannten scharfen Löffel kann er die Warze abtragen. Sie kann aber auch angeritzt und mit einer gebogenen Zange ausgequetscht werden. Eine weitere Methode ist die Vereisung. Einzelne Dellwarzen können aber auch mit einer Lösung, wie zum Beispiel Kaliumhydroxid, betupft werden.

Auch wenn man schon einmal Dellwarzen hatte, ist man nicht immun dagegen. Mit einigen Tipps, kann das Risiko einer Ansteckung jedoch minimiert werden. Ist die Haut schon von den Mollusken befallen, gibt es verschiedene sanfte Methoden, die befallene Haut zu behandeln

 

 

Stielwarzen

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Bild: Voyagerix/Shutterstock

Die kleinen runden Geschwulste sind im eigentlichen Sinne gar keine Warzen, denn sie werden nicht wie die meisten Hautwucherungen durch spezielle Viren ausgelöst. Sie bilden sich aus einer Wucherung von Bindegewebszellen, den Fibroblasten. Daher werden sie zu den Fibromen gezählt. Aufgrund ihrer Konsistenz sprechen Mediziner auch von weichen Fibromen.

Warum die Hautzellen übermäßig wachsen und sich vermehren, ist bisher noch nicht geklärt. Aus diesem Grund gibt es auch keine Vorbeugungsmaßnahmen.

Es wird geschätzt, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung, Männer und Frauen gleichermaßen, betroffen ist. Vermehrt treten sie laut Studien bei älteren und übergewichtigen Menschen auf.

Fibroma molle wie die Knötchen von Medizinern genannt werden, sind völlig harmlos, doch können sie für die Betroffenen sehr unangenehm sein.

Meist findet man die zwei bis zehn Millimeter großen Geschwulste, die einen kleinen, kurzen Stiel haben, über den sie mit der Hautoberfläche verbunden sind, in großen Hautfalten wie zum Beispiel am Hals, Achseln, Leistenbereich, Oberschenkel und Augenlid. Sie sind weich und beweglich, hautfarben oder etwas dunkler.

Während sich manche Warzenarten nach einiger Zeit wieder von alleine zurückbilden, ist dies bei Stielwarzen nicht der Fall.

Behandlung

Generell gilt: Verändert sich die Haut, sollte dies immer von einem Arzt abgeklärt werden. Für Laien ist es oftmals schwierig zu unterscheiden, ob eine Hautwucherung gut- oder bösartig ist.

Da weiche Fibrome nicht gefährlich oder ansteckend sind, müssen sie nicht entfernt werden, da sie nicht wie andere Warzen durch eine Vireninfektion hervorgerufen werden. Außerdem besteht auch kein Risiko, dass diese gutartigen Wucherungen entarten und daraus Hautkrebs entsteht. Befinden sie sich aber an Hautstellen, wo sie zu Beeinträchtigungen oder Hautreizungen führen können, ist ein Entfernen ratsam. Dies betrifft zum Beispiel Stielwarzen, die auf dem Augenlid wachsen und den Lidschlag erschweren oder Warzen, die durch Reibung und Schwitzen leicht zu Entzündungen neigen.

 

 

Betroffene empfinden Stielwarzen oft als unangenehm und wenig ästhetisch, daher werden die Hautwucherungen häufig entfernt. Welche Methode angewandt wird, hängt von der Größe und der Hautstelle ab. Eines vorweg: Spezielle Tinkturen helfen nicht, da die Warzen nicht durch Viren ausgelöst werden.

Der Dermatologe kann eine Stielwarze operativ entfernen. Handelt es sich um ein kleines Fibrom, benutzt der Mediziner eine chirurgische Schere oder ein Löffel. Mit einem schnellen Schnitt mit der Schere wird die Stielwarze abgeschnitten. Die Methode kann unter Lokalanästhesie angewandt werden, wobei der Nadelstich meist gleich oder sogar mehr wehtun kann, als der Schnitt mit der Schere.
Größere Hautwucherungen werden unter Betäubung mit dem Skalpell entfernt und danach genäht. Eine weitere operative Vorgehensweise ist die Verwendung eines speziellen Elektromesser oder des Lasers. Die Laser-Methode kommt dem Skalpell ziemlich gleich.

Eine nicht operative Behandlungsmethode ist die Vereisung mit flüssigem Stickstoff. Die Stielwarze stirbt ab und fällt nach einiger Zeit einfach ab.

Von einer Selbstbehandlung wird abgeraten. Bindet oder schneidet man die Knötchen selbst ab, kann es zu schweren Entzündungen und zu langanhaltenden Blutungen kommen, da die Wucherung im Inneren über ein eigenes Blutgefäß verfügt.  Außerdem kann es sein, dass die Warze wiederkommt. Daher sollte man sich immer von einem Arzt behandeln lassen.

Es gibt aber auch die Möglichkeit Stielwarzen mit den einfachsten Hausmitteln wie zum Beispiel Apfelessig selbst zu entfernen. 

 

Im Video wird dir erklärt, wie die Behandlung mit Apfelessig funktioniert:

 

Alterswarzen

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Bild: FCG/Shutterstock

Alterswarzen sind unschön, aber nicht gefährlich und ansteckend. Sie gehören nicht zu den echten Warzen, da sie nicht durch Viren verursacht werden. Es handelt sich dabei um Hornhautwucherungen mit eingelagertem Melanin, das der Warze seine Farbe gibt.

Meist treten die Hautwucherungen erst ab dem 50. Lebensjahr auf, können aber auch schon früher entstehen. Je älter eine Person ist, desto mehr Alterswarzen kann sie bekommen.

Sie entstehen vorwiegend an Körperstellen, die im Laufe des Lebens stärker der Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren wie das Gesicht, Oberkörper (Brust, Rücken), die Vorderseite der Arme und Handrücken. UV-Strahlen können das Auftreten zusätzlich begünstigen.

Die rundlichen, linsen- bis bohnengroßen Knötchen gehören zu den am häufigsten vorkommenden gutartigen Hautveränderungen. Sie können hautfarben, grau-braun bis schwarz sein und erinnern an eine flache Rosine, die auf der Haut liegt. Die Oberfläche kann von glatt, schuppig, zerklüftet bis gefurcht variieren. Zudem sind sie völlig harmlos. Eine Behandlung ist nicht notwendig. Dennoch sollte man von einem Arzt abklären lassen, ob es sich wirklich um eine Alterswarze handelt, denn nicht jede Hautveränderung ist gutartig. Der Mediziner kann im Zweifelsfall Hautgewebe entnehmen und es in einem Labor untersuchen lassen. Dadurch kann festgestellt werden, ob es nur eine senile Warze ist oder eventuell schwarzer Hautkrebs. Alterswarzen haben grundsätzlich nichts mit Hautkrebs zu tun, sie lassen sich aufgrund ihrer Größe, Farbe und Form nur häufig schwierig davon unterscheiden. Es ist jedoch keine bösartige Entartung von Alterswarzen bekannt.

 

 

Behandlung

Grundsätzlich müssen die Hautknötchen nicht entfernt werden. Fühlt sich die betroffene Person aber aus kosmetischer Sicht beeinträchtigt oder wird die Warze als störend empfunden, wenn Kleidung daran reibt oder blutet sogar, wenn daran gekratzt wird, kann sie durch Kürettage, Vereisung oder Lasertherapie entfernt werden.

Bei der Kürettage wird die Hautwucherung mit einem scharfen Löffel oder einer speziellen Schlinge entfernt. Bei der Vereisungstherapie wird die Warze mit Flüssigstickstoff vereist. Es bilden sich Eiskristalle in den Zellen, die sich dort ausbreiten und durch den Kälteschock absterben. Bei der Lasertherapie wird die Warze mikrometerweise abgetragen. Der Vorgang ist völlig schmerzfrei, da die Stelle vorab betäubt wird. Die Wundkrusten, die sich nach der Entfernung bilden, fallen nach circa sieben bis zehn Tagen ab. Welche Methode angewandt wird hängt von der Größe und der Hautstelle ab.

In manchen Fällen kann die Alterswarze auch abbröckeln, zum Beispiel durch das Abrubbeln mit einem Handtuch. Dabei besteht jedoch die Gefahr einer bakteriellen Infektion. Eine seborrhoische Warze sollte nicht wie andere Warzen behandelt werden, d.h. es wird davon abgeraten, sie selbst mit Lösungen oder Pflastern zu behandeln. Diese Methoden versprechen keinen Erfolg.

 

Wie behandelt man Warzen am besten? Muss ich zum Arzt?

Warzen sind in den meisten Fällen ungefährlich, aber aus kosmetischer Sicht können die Hautwucherungen, vor allem wenn sie im Gesicht, am Hals oder an den Fingern zu finden sind, sehr störend sein. An den Füßen oder im Genitalbereich sind sie nicht nur unangenehm, sie können auch sehr schmerzhaft sein. Handelt es sich ferner um Warzen, die durch Viren ausgelöst werden, was bei den meisten Warzen der Fall ist, außer bei Dellwarzen, sind sie hoch ansteckend. Aus diesem Grund sollten sie immer behandelt werden.

Es gibt unterschiedliche Behandlungsmethoden, mit denen Warzen entfernt werden können. Welche Therapie die beste ist, hängt von der Warzenart, der Hautstelle und der Anzahl der Knötchen ab.

Viele Warzen können aber auch nach einiger Zeit von selbst wieder verschwinden. Dazu bedarf es jedoch Geduld, denn dies kann sechs bis zwölf Monate dauern.

Spezielle Tinkturen

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Bild: Pavel L Photo and Video/Shutterstock

Wer etwas unternehmen möchte, bekommt in der Apotheke speziellen Lösungen oder Pflastern, mit denen gewöhnliche, plane Warzen sowie Dornwarzen behandelt werden können. Diese Flüssigkeiten enthalten Salizylsäure oder Milchsäure, die die verhornte Haut aufweichen, erklärt das Portal Netdoktor. Ein warmes Hand- oder Fußbad hilft ebenfalls die Hornschicht aufzuweichen, die dann von einem Arzt entfernt werden kann. Der Vorgang wird regelmäßig wiederholt, bis die Warze gänzlich verschwunden ist.

Die Tinkturen können aber auch zu Hause benutzt werden, dabei ist jedoch zu beachten, dass keine gesunde Haut mit der Flüssigkeit in Berührung kommt, da diese sehr aggressiv ist. Am besten behandelt man die gesunde Haut rund um die Warze mit einer Vaseline. Nach der Behandlung unbedingt die Hände waschen, damit sich die Viren nicht verbreiten können.

Vereisung

Bei der sogenannten Kryotherapie wird die Warze mit flüssigem Stickstoff vereist. Diese Methode wird besonders bei flachen Warzen im Gesicht angewandt. Dabei wird ein in Stickstoff getränkter Wattebausch für einige Sekunden auf die Hautwucherung gedrückt. Die Warze stirbt gewöhnlich nach ein paar Tagen nach der Behandlung ab. Falls dies nicht der Fall ist, verschreibt der Arzt eine 5-Fluoruracil-Tinktur, die die Warze verschwinden lässt und gleichzeitig die Viren abtötet. Die Mixtur ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da sie die Hautzellen angreift.

Handelt es sich um ein Warzenbeet, kann ein Arzt sie auch chirurgisch entfernen oder mit Strom behandeln. Bei der operativen Methode wird unter lokaler Betäubung mit dem sogenannten scharfen Löffel die Warze abgetragen. Ist diese besonders hartnäckig, muss der Vorgang wiederholt werden. Das Entfernen von Dornwarzen an den Füßen kann zu schmerzhaften Wunden führen, die erst nach mehreren Wochen abheilen.

Beim Eingriff mit elektrischem Strom (Elektrokoagulation) wird ebenfalls unter lokaler Betäubung die verhornte, oberste Hautschicht vorsichtig verbrannt und abgetragen. Nach dieser Methode ist die Warze nicht mehr ansteckend. 

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