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Nordrhein-Westfalen: Bonn

Wegen Grippewelle: Bonner Klinik nimmt keine Patienten mehr auf

Die Grippewelle überrollt Deutschland und breitet sich immer weiter aus. Am 17. Februar hat die LVR-Klinik in Bonn deshalb nun sogar einen Aufnahmestopp verhängen müssen.

„Gehäuftes Auftreten von fieberhaften Erkrankungen“

Schon Anfang Januar warnten Experten des Robert-Koch-Instituts vor einer besonders heftigen Grippewelle 2018. Die Influenza A, international auch als „Aussie-Flu“ bekannt, schwappt nämlich verstärkt zu uns herüber nach Europa. Der Erreger hatte in Australien bereits eine massive Krankheitswelle ausgelöst.

Und tatsächlich vermehren sich nun hierzulande die Grippefälle deutlich. In Bonn wurde seit dem 17. Februar „ein gehäuftes Auftreten von fieberhaften Erkrankungen“ festgestellt. In der LVR-Klinik gibt es deshalb jetzt sogar einen Aufnahmestopp. Die Maßnahme sei nach Absprache mit dem Gesundheitsamt der Stadt und dem beratenden Krankenhaushygieniker ergriffen worden. Fünf bis sieben Tage sollen in dem Bonner Krankenhaus nun keine Patienten mehr aufgenommen werden. In der Zeit sollen alle notwendigen Hygienemaßnahmen zur Eindämmung und zum Schutz der aktuell behandelten Personen eingeleitet werden.

Grippe wütet auch in Rheinland-Pfalz

Und auch in Rheinland-Pfalz wütet die Influenza. Die Anzahl der Krankheitsfälle ist derzeit besonders im Landkreis Bernkastel-Wittlich hoch. Aber auch im Kreis Birkenfeld und Ahrweiler gibt es einen Grippe-Anstieg. Bislang zeichnet sich noch nicht ab, wie sich die Viren weiter ausbreiten werden. Das Robert-Koch-Institut rät allen Risikogruppen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Zu dieser gehören neben Senioren auch Personen mit starken und chronischen Krankheiten.

Quelle: Express