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Warzen loswerden: Das sind die besten Methoden

Warzen sind gutartige Hautwucherungen, die normalerweise schmerzfrei und harmlos, dafür aber unästhetisch, ansteckend und hartnäckig sind. Es gibt viele Behandlungsmethoden. Dr. Gerber, Dermatologe aus Düsseldorf, kennt die besten Varianten.

So entstehen lästige Warzen

Dr. Peter Arne Gerber ist leitender Oberarzt in der Dermatologie am Universitätsklinikum Düsseldorf und hat dort eine Warzensprechstunde für Betroffene eingerichtet. „Da Warzen durch Viren verursacht werden, sind sie ansteckend“, erklärt er im Interview mit dem Stern. Bei einer Person mit schwachem Immunsystem können sie sich gut einnisten und ausbreiten. Besonders Kinder seien deshalb von den Hautwucherungen betroffen. Aber auch feuchte Hände oder Schweißfüße können die Infektion fördern.

Warzen bilden sich durch das Papillomvirus (HPV), das die Zellen der oberen Haut- und Schleimhautschicht befällt. Von HPV gibt es viele verschiedene Unterarten. Sie können Flach- oder Schleimhautwarzen, Dornwarzen oder Feigwarzen im Genitalbereich hervorrufen.

Selbst beim Händeschütteln kann das Warzenvirus theoretisch übertragen werden. Der „Klassiker“ ist aber zum Beispiel beim Barfußlaufen im Schwimmbad. Die Viren dringen dann über kleine Risse in die Haut ein. „Durch das Knibbeln an einer Warze können Betroffene sie auf andere Körperstellen übertragen“, erklärt Gerber.

 

Diese Methoden können Erfolg bringen

Für die Behandlung der Hautwucherungen gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Weit verbreitet ist die Vereisung oder die Behandlung mit Infrarot- oder Laserlicht. Außerdem gibt es Tinkturen, mit denen die Warzen bestrichen werden, um das Virus zu beschädigen.

„Alternative Therapeuten arbeiten auch mit Akupunktur und Hypnose“, so der Mediziner. In früheren Jahrhunderten wurden Eigenurin und Schneckenschleim angewendet. Gerber selbst bevorzugt Kombitherapien, bei denen das Hornmaterial zuerst mit einem Salicylsäure-Pflaster aufgeweicht, mit einem Skalpell oder Bimsstein abgearbeitet und anschließend mit Lack bestrichen wird, um die Vermehrung zu bremsen.

Bei Genitalwarzen schwört er auf die Behandlung mit einem Wirkstoff aus der Garten-Wolfsmilch. Das ist eine Heilpflanze, die schon von den Aborigines verwendet wurde. Bei Warzen im Genitalbereich sind jedoch auch HPV-Schutzimpfungen empfehlenswert. Grundsätzlich sind die Hautwucherungen aber sehr hartnäckig und sollten in jedem Falle behandelt werden. „Es scheint, dass nur 60 Prozent der vulgären Warzen innerhalb von zwei Jahren spontan verschwinden.“

 

Risiko einer Infektion minimieren

  • Das Virus gelangt unteranderem über rissige und offene Hautstellen in den Organismus. Trockne nach dem, Händewaschen deine Hände gründlich ab. Creme sie ein, damit sie nicht rissig werden. 
  • Keine fremden Schuhe tragen. Die Viren können sich in den Schuhen oder Socken der erkrankten Person befinden. 
  • Fremde Handtücher, Rasierklingen, Deos nicht benutzen. 
  • Nicht Fingernägel kauen, dies könnte zu Hautverletzungen führen, durch die das Virus in den Körper eindringen kann. 
  • Immunsystem stärken, denn das ist die beste Verteidigung gegen Warzen. 
  • Im Schwimmbad und Fitnessstudio nicht Barfußlaufen. 
  • Warzen nicht anfassen. Hände regelmäßig waschen.

 

Quelle: Stern/Endwarts

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