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Juckreiz im Ohr – das steckt dahinter

Juckt es im Gehörgang, verleitet das oft dazu, mit dem Finger oder einem Wattestäbchen im Ohr herumzustochern. Das innere des Ohrs kann dabei jedoch leicht verletzt werden. Zudem lässt sich der Juckreiz durch Kratzen nur kurzzeitig lindern, denn oft ist eine Infektion der Auslöser. Hier erfährst du das Wichtigste über Ursachen und Behandlung.

Jucken im Ohr: Gehörgangsentzündung?

Unter Ohrenjucken versteht man gelegentlichen oder chronischen Juckreiz im Gehörgang. Gerade chronisches Kribbeln ist oft nur äußerst schwer zu behandeln und kehrt häufig wieder.

Für das Beißen im Ohr ist meistens eine Gehörgangsentzündung die Ursache. Diese wird beispielsweise durch übertriebene oder falsche Reinigung hervorgerufen. Jedoch können auch Krankheiten wie Allergien oder auch eine Schuppenflechte das Problem begünstigen.

 

Auf Hilfsmittel verzichten

Wenn es im Ohr kribbelt, sind einem alle Hilfsmittel recht. Büroklammern, Bleistifte oder Wattestäbchen müssen zum Kratzen herhalten. Obwohl diese Gerätschaften im ersten Moment Erleichterung verschaffen, sind sie trotzdem gefährlich. "Durch spitze Gegenstände können sie die empfindliche Haut im Gehörgang verletzen", warnt Dr. Ellen Lundershausen,

Hals-Nasen-Ohren-Ärztin aus Erfurt.

In solche kleinen Verletzungen können leicht Bakterien eindringen. Kann das Immunsystem die Erreger nicht schnell genug bekämpfen, rufen diese eine Infektion hervor. Folglich entsteht eine Gehörgangsentzündung.

Diese äußert sich zunächst durch intensiven Juckreiz, meist begleitet von starken Ohrenschmerzen, einem geschwollenem Gehörgang und eitrigem Ausfluss. Auch Pilze können so in die Haut gelangen und ein heftiges Beißen auslösen. In diesem Fall liegt eine Gehörgangsmykose vor.

 

Was kann der Arzt tun?

Zuerst wird sich der Hals-Nasen-Ohren-Arzt über die Krankengeschichte erkundigen. Dabei befragt er dich zum Beispiel, wie lange der Juckreiz schon besteht, ob du an Grunderkrankungen leidest oder weitere Beschwerden auftreten (wie z.B. Ohrenschmerzen).

Danach werden die Ohren sorgfältig untersucht. Besteht ein konkreter Verdacht, was für das Jucken verantwortlich sein könnte, folgen weitere Untersuchungen. Wird eine bakterielle Infektion vermutet, wird ein Abstrich entnommen, um den Erreger nachzuweisen. Könnte allerdings eine Allergie infrage kommen, wird ein entsprechender Test durchgeführt.

Ist die Ursache für das Jucken im Ohr eine Grunderkrankung, sollte diese rasch behandelt werden. Ist eine Allergie verantwortlich, werden Allergiemedikamente eingesetzt. Bei einer infektionsbedingten Gehörgangsentzündung werden die Ohren zunächst gründlich gereinigt. Danach bekommt der Patient zum Beispiel Antibiotika gegen Bakterien oder Antimykotika gegen Pilze.

 

Das kannst du selbst bei juckenden Ohren tun

Jucken im Ohr wird oft durch eine Gehörgangsentzündung verursacht. Verschiedene Faktoren können eine solche begünstigen. Dazu zählen eine übertriebene Ohrenreinigung, Anwendung von Wattestäbchen sowie häufiges Baden oder Schwimmen. Um eine Entzündung mit dem damit verbundenem Kratzen zu vermeiden, solltest du daher folgende Ratschläge befolgen:

  • Übertreibe es nicht mit dem Reinigen, sonst trocknet die Haut innen aus. Sie ist dann anfälliger für Bakterien- und Pilzbefall.
  • Finger weg von Wattestäbchen! Bei Verwendung schiebt man meist Ohrenschmalz & Co. nur tiefer hinein. Außerdem kann der harte Innenkern am Ende der Stäbchen die empfindliche Haut des Gehörgangs leicht verletzen.
  • Diabetiker mit schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel sollten bei der Ohrenreinigung sehr vorsichtig sein. Sie bemerken kleinere Verletzungen im Gehörgang oft nicht, weshalb es schneller zu Bakterien- und Pilzinfektionen kommt.
  • Oft wird bei Entzündungen Kälte angenehmer empfunden als Wärme. Es kann wohltuend sein, einen eingepackten Eisbeutel auf das Ohr zu legen. Für alle Kälteanwendungen gilt aber: Sofort abbrechen, wenn es als unangenehm empfunden wird.

 

Quelle: Apotheken Umschau, Netdoktor, Amplifon

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