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Schon wieder: 12 Tonnen Kerosin über Pfälzerwald abgelassen

Wieder hat in der Pfalz ein Flugzeug Treibstoff abgelassen. Das hat das Luftfahrtbundesamt jetzt bestätigt.

Schon siebter Fall dieses Jahr

Demnach hatte eine Maschine wegen technischer Probleme 12 Tonnen Treibstoff über dem Pfälzerwald abgelassen.

Zuletzt hatte vor zwei Wochen eine Militärmaschine rund 18 Tonnen ablassen müssen. Im westlichen Rheinland-Pfalz war ein gleicher Vorfall Ende August gemeldet worden. Es ist insgesamt schon der siebte Kerosinablass in diesem Jahr in Rheinland-Pfalz.

 

Fuel Dumping in diesem Jahr in RLP:

31.03.2021: Militärmaschine - Kerosinablass über westlichem Rheinland-Pfalz - 64,5 Tonnen - technische Probleme

23.04.2021: Militärmaschine - Ablass über westlichem Rheinland-Pfalz - 250kg - Ursache unbekannt

19.06.2021 Zivilmaschine - Ablass über NRW / Hessen / Rheinland-Pfalz - 55 Tonnen - technische Probleme

24.08.2021 Zivilflugzeug - Ablass über westliches Bayern / südliches Rheinland-Pfalz - 50 Tonnen - medizinischer Notfall

28.08.2021 Zivilflugzeug - Fuel Dumping über westlichem Rheinland-Pfalz - 15 Tonnen aufgrund technischer Probleme

03.09.2021 Militärflugzeug - Ablass über südlichem Rheinland-Pfalz - 18 Tonnen - technische Probleme

14.09.2021 Zivilflugzeug - Fuel Dumping über südlichem Rheinland-Pfalz - 12 Tonnen - technische Probleme

 

Ist das gefährlich?

Welche Folgen so ein Zwischenfall für Natur und Umwelt hat, ist umstritten. Wissenschaftler*innen sagen, dass nur ein kleiner Teil überhaupt am Boden ankommt - je nach Wind - auch nicht wirklich da, wo der Treibstoff im Himmel abgelassen wurde.

Laut Umweltbundesamt haben diese Zwischenfälle keine kritischen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

 

Wieso trifft es meistens RLP?

Warum aber kommt es so oft hierzulande zum sogenannten „Fuel Dumping“? Dafür ist vor allem die geografische Lage verantwortlich: Der Frankfurter Airport ist nah und Langstreckenflüge Richtung Amerika steuern meist über RLP. Auch die Militärflughäfen Ramstein (Westpfalz) und Spangdahlem (Eifel) sind ein Faktor.

 

Quelle: Luftfahrtbundesamt