Immer mehr Banken erheben Geldautomat-Gebühren

Nach Recherchen des Finanzportals „Biallo“ verlangen immer mehr Banken Gebühren für das Geldabheben. Die Zahl der Institute habe sich im vergangenen Jahr sogar verdoppelt.

Fast 400 Banken erheben Entgelte

Nachdem der Bericht des Finanzportals „Biallo“ im vergangenen Jahr den Gebühren-Wahnsinn der Banken aufdeckte, waren zahlreiche Kunden stinksauer. Den Recherchen des Portals zufolge verlangten Anfang 2017 rund 40 Sparkassen und ungefähr 150 Volksbanken – je nach Kontomodell – Gebühren fürs Abheben von Bargeld. Wie nun bekannt wurde, war das noch lange nicht die Spitze des Eisbergs: Die Zahl hat sich inzwischen auf fast 400 Geldinstitute verdoppelt! Demnach müssen derzeit Kunden von 69 Sparkassen und 311 Volks- und Raiffeisenbanken beim Geldabheben draufzahlen.

 

Einige Banken haben umgedacht – einige nicht

„Biallo“ betont jedoch, dass nicht alle Banken bei den Gebühren mitziehen – rund 1000 Geldinstitute verlangen weiterhin nichts fürs Geldabheben.

Nach dem medialen Aufschrei um das Entgelt haben zwar einige Sparkassen und Volksbanken im vergangenen Jahr umgedacht und die Gebühren wieder zurückgezogen, dennoch seien laut „Biallo“ auch einige Institute erst auf die Idee des Geldautomaten-Entgelts gekommen.

Als Grund für die Gebührenflut wird die Niedrigzinsphase angeführt, welche die Ertragskraft zahlreicher Banken umso stärker belastet, je länger sie anhält.

 

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