Giftiger Schädling: Aggressive Eichenprozessionsspinner erobern die Natur

Juckende Hautausschläge und schmerzhafte Entzündungen lösen die Haare der fiesen Giftraupen aus. Wir erklären dir, wie du dich vor dem kleinen Tierchen schützen kannst oder im Falle eines Hautkontakts handeln musst.

Schüpfende Giftraupen sind zu erwarten

Die warmen Temperaturen, die erwartet werden, freuen nicht nur uns Menschen, sondern auch die gemeinen Eichenprozessionsspinner, die dann schlüpfen können und in einer Art „Prozession“ auf Nahrungssuche gehen. Einzelne Bundesländer sind bereits von den Plagegeistern betroffen. Die kleinen, grauen Tierchen gehören der Schmetterlingsart an und stechen besonders durch ihr flauschiges Äußeres hervor.

Doch so niedlich sie auch aussehen mögen, ihre Härchen sind extrem giftig! Egal ob Pflanze, Tier oder Mensch: Der Eichenprozessionsspinner bringt nach einer Berührung schwere, gesundheitliche Folgen mit sich. Dafür sorgt nämlich das wirksame Eiweißgift Thaumetopoein.

 

Giftige Härchen

Wer in der Natur mit den feinen Gifthärchen in Berührung kommt, muss mit Hautausschlägen, starkem Juckreiz oder einem gereizten Rachen rechnen.

Oft halten diese unangenehmen Symptome über mehrere Tage an. Auch im Auge kann das Gift gefährlich werden und Bindehautentzündungen hervorrufen. Im schlimmsten Fall erfolgt nach dem Kontakt eine allergische Schockreaktion, die dann zu Atemnot und lebensbedrohlichen Asthmaanfällen führen kann.

 

Wie soll ich reagieren, wenn ich eines der Tiere berührt habe?

Wer beim Spaziergang in der Natur mit den giftigen Brennhaaren in Kontakt kommt, sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Kortisonhaltige Salben oder antiallergische Medikamente können rasch die Beschwerden lindern. Zur Beruhigung der betroffenen Stelle hilft auch kühlen, nachdem die Kleidung gewechselt wurde. Diese sollte übrigens bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit rät. Auch Haare und gereizte Augen sollten dringend mit Wasser ausgespült werden.

Auch Hunde sollten von den grauen, behaarten Raupen Abstand nehmen! Achtet also bei der nächsten Gassirunde besonders auf euren Vierbeiner! 

 

Quelle: T-Online

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