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Schmerztabletten und Alkohol: Das musst Du vor dem Konsum wissen

Beim ersten Anflug von Kopfschmerzen greifen die meisten Menschen zur Tablette, ohne groß darüber nachzudenken. Doch, was wenn man am gleichen Tag noch auf ein Bier verabredet ist?

Experte klärt auf

Allgemein gilt das Credo: Schmerzmittel und Alkohol vertragen sich nicht. Also, Finger weg! Doch stimmt das wirklich oder ist eine Ausnahme ok?

Auf welche Tabletten vor oder bei Alkoholkonsum in jedem Fall immer verzichtet werden sollten, hat Felix Tretter von der bayrischen Akademie für Suchtfragen gegenüber Focus Online genau erklärt.

Aspirin

Eine besonders schlechte Kombination ist laut Tretter die von Wein und Acetylsalicysäure. Sowohl der Wirkstoff von Aspirin als auch Wein sind sauer. Daher werden die Magenschleimhäute quasi doppelt belastet und angegriffen.

Bier hingegen verträgt sich besser mit Acetylsalicysäure. In Maßen (eine Flasche) darf der Gerstensaft deshalb auch nach dem Tablettenkonsum getrunken werden.

Ibuprofen

Auch Ibuprofen sollte aufgrund der Säure nicht mit Wein kombiniert werden. Werden höhere Dosen des Medikaments eingenommen, ist es ratsam komplett auf Alkohol zu verzichten.

 



 

Paracetamol

Das beliebte Schmerzmittel Paracetamol ist zwar nicht sauer, beeinträchtigt aber unsere Leberfunktion. In Kombination mit Bier oder härteren alkoholischen Getränken kann der Stoffwechsel schnell negativ beeinflusst werden.

Opoide Schmerzmittel

Wer auf opioide Schmerzmittel wie zum Beispiel Morphium angewiesen ist, sollte auf keinen Fall Alkohol trinken. Alle Schmerzmittel, die auf diese Weise wirken, sind verschreibungspflichtig und dürfen auf keinen Fall mit Alkohol kombiniert werden“, erklärt Tretter. Tut man es doch, kann es schnell zu Atemproblemen kommen.

Grundsätzlich sei aber von jeglicher Kombination von Alkohol und Schmerzmitteln abzuraten, so der Experte. Auch unser Nervensystem  könne nämlich von Schmerztabletten beeinflusst werden. Alkohol verstärke dies nur noch.

 

Tablette gegen den Kater?

Auch wenn sie sich großer Beliebtheit erfreut, ist die obligatorische Tablette am Morgen nach einer durchzechten Nacht gefährlicher als die meisten Menschen annehmen. "Die Magenschleimhaut wurde bereits am Vortag durch das Trinken angegriffen, jetzt noch eine Schmerztablette hinterher ist nicht gut", warnt Felix Tretter.

Wer trinken kann, sollte also auch ohne Hilfsmittel die Nachwehen am nächsten Tag überstehen können.

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