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Schlafapnoe-Syndrom – Atemaussetzer im Schlaf

Versuche mal, die Luft anzuhalten. Bereits nach kurzer Zeit wird diese knapp und du hast das Verlangen, tief durchzuatmen. Viele Menschen machen genau das beim Schlafen unbeabsichtigt – meistens ohne es überhaupt zu wissen. Dieses Verhalten nennt man Schlafapnoe. Hier erfährst Du alles über Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

Worum handelt es sich bei Schlafapnoe?

Bei einer Schlafapnoe handelt es sich um eine Schlaf-Bezogene-Atmungstörung, welche chronisch verläuft. Der Begriff „A-Pnoe“ kommt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet „ohne Atem“.  Außerdem gehört sie zu den häufigsten Schlafstörungen.

 

Was sind die Ursachen?

Bei einer Schlafapnoe können die Ursachen sehr unterschiedlich sein. Jedoch ist grundsätzlich immer die Zufuhr der Atemluft verringert. Mögliche Gründe hierfür sind Schnupfen mit angeschwollenen Nasenschleimhäuten, Erkältungen, Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder auch allergische Reaktionen. Auch eine verkrümmte Nasenscheidewand, vergrößerte Polypen oder eine Vergrößerung der Rachenmandeln sind als Auslöser denkbar. Vor allem bei übergewichtigen Personen können außerdem Fettablagerungen im Rachen- und Zungenbereich eine Schlafapnoe verursachen.

Weitere Ursachen für eine Schlafapnoe

  • Alkoholkonsum
  • Schlafen auf dem Rücken
  • Einnahme von Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln, Allergiemitteln (Antihistaminika) und anderen Medikamenten vor dem Schlafengehen
  • anatomische Veränderungen des Kieferbereichs
  • vergrößerte Zunge

 

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Bild: tommaso79 / Shutterstock.com - Symbolbild

Welche Arten der Schlafapnoe gibt es?

Die Schlafapnoe tritt in zwei Formen auf. Man unterscheidet zwischen dem obstruktiven Schlafapnoesyndrom und dem zentralen Schlafapnoesyndrom.

Obstruktive Schlafapnoe

Die meisten Menschen mit Schlafapnoe schnarchen sehr stark. Eine Blockierung der Atemwege ist eine typische Ursache für die wiederholten Atemaussetzer im Schlaf. Die Atmung arbeitet ohne Unterbrechung weiter. Jedoch erschlafft die Schlundmuskulatur im Schlaf, sodass beim Einatmen ein Unterdruck entsteht, welcher die Atemwege verengt. Die Folgen sind ein Mangel an Sauerstoff bei gleichzeitigem Anstieg an Kohlendioxid. Dieser führt dazu, dass im Gehirn der Atemantrieb steigt, sodass Betroffene schneller und tiefer atmen, sich die Atemwege wieder öffnen und gleichzeitig die Herzfrequenz steigt.

Die Betroffenen wechseln von einer tiefen in eine leichtere Schlafphase. Der Schlaf wird gestört und somit kommt es zu Tagesmüdigkeit.

 

Zentrale Schlafapnoe

Ist bei einer Schlafapnoe hin und wieder keine Atembewegung feststellbar, spricht das für ein zentrales Schlafapnoesyndrom. Hierbei setzt der Atemantrieb – und damit die Atemmuskulatur – immer wieder aus, weil die Atmungsregulation gestört ist.

Ursache für die zentrale Schlafapnoe ist eine Störung des Atemzentrums im Gehirn. Dadurch ist die Atemmuskulatur zeitweise funktionsuntüchtig – das führt ebenfalls zu Sauerstoffmangel mit Kohlendioxid und löst so eine Weckreaktion aus.

 

Was sind die auffälligsten Symptome?

  • Ausgeprägte Tagesmüdigkeit, teilweise Sekundenschlaf
  • Unregelmäßiges und lautes Schnarchen mit Atempausen
  • Leistungsschwäche und geringere Konzentrationskraft
  • Stark nachlassende Gedächtnisleistung
  • Verringerte Potenz und sexuelle Unlust
  • Angstzustände, Depressionen und allgemeine Gereiztheit
  • Kopfschmerz und trockener Mund am Morgen
  • Häufiges Aufwachen in der Nacht

 

Welche Behandlungsformen gibt es?

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Bild: sbw18 / Shutterstock.com

Bei einer leichten Form der Schlafapnoe genügt es meistens, ein paar Pfunde zu verlieren. Außerdem kann man mit einer speziellen Weste die nächtliche Rückenlage verhindern – durch ein abgerundetes Schaumstoffpolster im Rückenbereich wird die Seitenlage gefördert, in welcher die Atemwege besser frei gehalten werden.

Auch vom Zahnarzt angepasste Protrusionsschienen, die die Position des Unterkiefers leicht verändern, können helfen. Als wirksamste Therapie auch bei schweren Ausprägungen hat sich in den letzten Jahren die Überdruckbeatmung per Maske, genannt CPAP für Continuous Positive Airway Pressure, erwiesen. Dem Patienten wird nachts eine Maske angelegt. Diese ist an einen Kompressor angeschlossen – so wird permanent Luftdruck in die Atemwege abgegeben.

 

Leide ich jetzt unter schlechtem Schlaf oder einer Schlafapnoe?

Sobald man regelmäßig schlecht erholt aufsteht, nachts oft aufwacht und der Partner einen auf Schnarchen oder Atemaussetzer aufmerksam macht, sollte man das vom HNO-Arzt unbedingt abklären lassen.

 

Quellen: Donna Magazin, Schlafapnoe Online, ResMed, Onmeda, Apotheken Umschau, Praxis Vita

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