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Eine Kalkschulter – Millionen Deutsche leiden: Das hilft!

Eine Kalkschulter bereitet am Anfang keinerlei Beschwerden, doch später schmerzen Bewegungen immer mehr und werden zur Qual. Doch die frühzeitige Behandlung ist wichtig: Zum Eindämmen der Schmerzen und zum Reduzieren von Sehnenrissen und Gelenkversteifungen.

Beschwerden kommen langsam

Irgendwann werden die täglichen Handgriffe, wie das An- und Ausziehen eines Pullis oder das Haare waschen zu einem Problem: Die sogenannte Kalkschulter schränkt in fortgeschrittenem Zustand die Bewegungsfreiheit stark ein. Einlagerungen von Kalk in den Schultersehnen haben massive Auswirkungen auf die Sport- und Arbeitsfähigkeit der erkrankten Personen. Dabei sind es nicht nur Bewegungen mit den Armen über den Kopf, die Probleme machen. Auch Bewegungen nach hinten, wie beim Zubinden einer Schürze, sind nur noch schwerlich möglich.

Hauptproblem der Erkrankung ist die späte Diagnose. Zu Beginn des Ausbruchs hat der zukünftige Patient noch keinerlei Schmerzen und konsultiert deswegen nicht den Orthopäden. Wenn dann allerdings die Ablagerungen zunehmen und erste Schmerzen auftauchen, wird der Facharzt besucht, doch oftmals ist es dann bereits zu spät.

 

Erst die Diagnose sorgt für Klarheit

Im Patientengespräch und durch Ruhigstellung der Bewegung wird eine erste Analyse der Situation vorgenommen, durch Röntgenbilder und Ultraschallaufnahmen erfahren die Erkrankten dann die ganze Wahrheit: Kalkdepos in der Schultersehne werden dadurch sichtbar. Auch mit einem MRT (Kernspintomographie) kann  diese Diagnose weiter erörtert werden. Oftmals kommt dies aber erst nach einem Sehnenriss zum Zuge.

Unbehandelt ist der Krankheitsverlauf einer Kalkschulter, laut Focus, langwierig und kann über viele Jahre andauern. Zwar kann sich ein Kalkherd in den Sehnen auch wieder auflösen, doch gesichert ist diese natürliche Heilung nicht. Außerdem tritt sie oft erst nach mehreren Jahren ein und ist durch die starken Einschränkungen deswegen keine Option.

Frauen sind von einer Kalkschulter häufiger als Männer betroffen, das Hauptalter der Erkrankung liegt zwischen 35 und 50 Jahren. Weitere Risikofaktoren sind Stürze, Nikotinkonsum, Durchblutungsstörungen und der allgemeine Altersprozess. Immerhin ein paar dieser Auslöser kann man verhindern.

 



 

Ärzte gehen erst den nicht-operativen Weg

Das Ergebnis der diversen Auslöser ist immer das Gleiche: Ein Stoffwechseldefizit, welches zu einer Verkrümmung des Sehnengewebes führt. Aus diesem Grund ist die ganzheitliche Aktivierung des Stoffwechsels wichtig. Nicht nur die Schulter alleine muss wieder befähigt werden, das Kalkdepot abzubauen, sondern der Stoffwechsel muss nachhaltig aktiviert werden, um das Bilden eines neuen Depots zu verhindern.

Die zellbiologische Regulationstherapie ist eine Kombination aus Vibrations- und Wärmetherapien, in Kombination mit badetherapeutischen Anwendungen. Damit lassen sich die Schmerzen und Symptome nachhaltig behandeln. Bei einer verschleppten Kalkschulter kann dann eine Stoßwellentherapie helfen. Eine solche Methode gilt als das effektivste nicht-operative Verfahren. Schallwellen lösen hier, ähnlich wie bei der Behandlung von Nierensteinen, Verkalkungen auf. Danach kann der Kalk von den umliegenden Geweben abgebaut werden.

 

Letzte Chance - OP

Wenn allerdings auch dieses Verfahren keine Linderung der Schmerzen bringt, ist eine operative Entfernung des Kalks von Nöten. Dadurch geht der Patient aber jegliche Risiken einer OP ein, doch die hohe Erfolgsquote mit über 90 Prozent Heilungschancen stehen dem gegenüber. Inzwischen werden bei dieser Operation nur noch zwei Schnitte mit 1,5 cm Länge gesetzt, zwei Tage später darf der Patient in der Regel die Klinik wieder verlassen. Danach muss die Schulter noch für drei Wochen ruhiggestellt werden .

Ein nützlicher Nebeneffekt eines operativen Eingriffs können, laut Focus, die anderen begleitenden Entzündungen in der Schulter sein, die durch eine Operation gleich mit behandelt werden können. Sehnenrisse, Enge unter dem Schulterdach, Entzündungen der Schleimbeutel und vielen weiteren Erkrankungen kann somit auch der Garaus gemacht werden.

 

Einmalige Behandlung

Bei den meisten Patienten bleibt eine Kalkschulter ein einmaliges Ereignis. Da jedoch massiv verhärtete, große Kalkdepots  eine dauerhafte Schwächung der Sehne zur Folge haben, sollte schnellstmöglich bei den kleinsten Beschwerden gehandelt werden. Dann kann eine chronische dauerhafte Erkrankung zumeist verhindert werden.

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