Zirkus-Tiger ihr RLP führen zu Diskussionen

Im Monat März gastiert der "Zirkus Weisheit" aus Neustadt an der Weinstraße im Donnersbergkreis. Die Artisten schlagen ihr Zelt in Kirchheimbolanden auf. Zur Show gehören auch Nummern mit Tieren…

"Zirkus Weisheit" auf Tournee

„Wir halten uns an alle Vorgaben des Tierschutzes“, erklärt Pressesprecher und Moderator Tim C. Thomsen gegenüber der Rheinpfalz. Sobald der Zirkus mit seinen fünf sibirischen Tigern, einem Pferd, fünf Ponys, drei Lamas, drei Schlangen und sieben Enten an einem neuen Spielort eintrifft, sind Demonstrationen dennoch auf der Tagesordnung. Mit dieser Kritik müsste man Leben, berichtet Thomsen, doch leider seien viele der Gegner nicht richtig über die Arbeit mit den Tieren informiert.

 



 

 

Vorfälle in Alzey

Am vorhergehenden Spielort Alzey demonstrierten 50 Gegner von Tiershows. Ein Gesprächsangebot der Zirkusleitung nahmen die Kritiker nicht an. Die jugendlichen Aktivisten störten massiv bei einer Veranstaltung und wurden anschließend wegen Bedrohung, Körperverletzung und Hausfriedensbruch angezeigt. Ein Dialog sei nicht möglich gewesen. Von den Vorfällen in Alzey unabhängig würde der Zirkus trotzdem auch in Kirchheimbolanden seine Pforten hinter den Kulissen öffnen. Jeder Interessierte könne sich zwischen den Stallungen frei und kostenlos bewegen.

 

Keine weiteren Raubtiere mehr

Das Kreisveterinäramt prüft regelmäßig und unangekündigt die Unterbringung der verschiedenen Tiere, ein Facharzt für die Tiger kommt aus Salzburg angereist, sobald eine Raubkatze krank sei. So würde der Zirkus die Haltungsbedingungen sicherstellen. Doch auch diese Offenheit und die Zusicherung, nach den Tigern keine weiteren Großkatzen ins Programm aufzunehmen, linderte bislang keine Spannungen.