Nichts mehr verpassen! Jetzt für Benachrichtigungen registrieren und die wichtigsten Nachrichten als erstes bekommen.

Lädt ...
Was sind Benachrichtigungen? RPR1. verschickt Benachrichtigungen, wie man sie von Apps auf dem Smartphone kennt. Wir informieren euch damit noch schneller über aktuelle Ereignisse in Deutschland und der Welt!
Heute keine Lust auf Benachrichtigungen? Kein Problem, einfach das Fenster schließen - wir fragen nach einer Weile nochmal!

Tigermücken weit verbreitet: Tabletten gegen Plage verteilt

Tropeninsekten wie die „Asiatische Tigermücke“ breiten sich derzeit epidemisch aus – und rücken immer mehr Richtung Nordeuropa. Weil die Tiere alles andere als ungefährlich sind und letztes Jahr sogar schon in der Metropolregion Rhein-Neckar nachgewiesen wurden, sagt eine Aktionsgemeinschaft den Plagegeistern nun den Kampf an. In den kommenden Tagen werden deshalb sogenannte BTI-Tabletten in Haushalten verteilt.

Metropolregion Rhein-Neckar betroffen

Das vorrangige Ziel sei die Ausrottung der Tiere, erklärt Norbert Becker von der kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS). Ende August wurde die Asiatische Tigermücke erstmals in Karlsruhe nachgewiesen. Auch in Heidelberg und Sinsheim breiten sich die Plagegeister munter aus. Das Gefährliche: Die exotischen Insekten können Gelbfieber, Zika und Dengue übertragen. Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) gehört damit zu den hundert schlimmsten invasiven Mückenarten.

 

Bekämpfung mit Tabletten

Eine Invasion müsse dringend gestoppt werden, sagen Experten. Deshalb werden im Kampf gegen die Tigermücke nun neue Geschütze aufgefahren. KABS setzt dabei auch auf die Hilfe der Bevölkerung. In Karlsruhe werde man zum Beispiel Flyer und sogenannte BTI-Tabletten für Regentonnen an die Haushalte verteilen, sagte Becker am Montag. Das Bakterium BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) tötet die Larven demnach noch vor dem Schlüpfen.

Vor allem in Karlsruhe werden in den nächsten Wochen drei Teams der Aktionsgemeinschaft unterwegs sein, um sich ein Bild von der Ausbreitung der Tigermücke zu machen. In besonders hartnäckigen Fällen würden Spezialisten sogar von Haus zu Haus gehen, um die Brutstätten zu bekämpfen. Zudem sei geplant, an bestimmten Orten sterilisierte Männchen freizulassen, die sich zwar mit den Weibchen paaren, was aber nicht zu Nachwuchs führe. 

 

Quelle: dpa