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Technischer Trick: QR-Code an Rettungswagen soll Gaffer abschrecken

Rettungssanitäter*innen wollen Gaffer in Zukunft mit einem technischen Trick abschrecken.

"Gaffen tötet"-Botschaft wird ausgelöst

Immer wieder behindern Schaulustige die Arbeit von Rettungskräften an Unfallstellen. Zuletzt so am Wochenende bei einem tödlichen Unfall auf der A3 geschehen, als einem Polizisten der Kragen platzte und er den Gaffer höchstpersönlich zur Abschreckung durch das Trümmerfeld zerrte.

Um solche Szenen in Zukunft im Keim zu ersticken, haben sich die Johanniter nun etwas einfallen lassen. Mit einem großen QR-Code auf ihren Fahrzeugen sollen Fotos von Unfallopfern und -stellen künftig verhindert werden. Zückt ein vermeintlicher Gaffer das Handy an der Unfallstelle, scannt dieses den Code auf den abgestellten Fahrzeugen der Rettungskräfte. Es wird daraufhin am Smartphone automatisch ein Warnhinweis ausgelöst – und ein großes „Gaffen tötet“ erscheint auf dem Bildschirm des Gaffers.

 

Rettungswagen und Intensivtransporter ausgestattet

Die Idee stammt ursprünglich von einer Werbeagentur. Die QR-Codes werden in den nächsten Monaten von den Johannitern in einem Pilotprojekt getestet, wie die Johanniter-Unfall-Hilfe mitteilte. Acht Rettungswagen und ein Intensivtransporter sollen den Angaben zufolge mit den Codes ausgestattet werden. David Kreuziger vom Landesvorstand der Johanniter in Berlin/Brandenburg hofft laut dpa auf Nachahmer: „Gaffer sind ein Riesenproblem in allen Rettungsdiensten, daher sind wir sicher, dass diese Aktion eine hohe Aufmerksamkeit bekommen und Nachahmer in der gesamten Branche finden wird.“

Fotos von Unfalltoten oder Verletzten bei Verkehrsunfällen zu machen kann in Deutschland hart bestraft werden: Das Gesetz droht mit Geldbußen oder Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren.

 

Quelle: dpa