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Mysteriöse keltische Waffen-Funde aufgedeckt

Nachdem die Polizei am Mittwoch in der Nähe der Matthiaskapelle in Kobern-Gondorf seltsame Waffen und keltische Drapierungen gefunden hatte, ist der mysteriöse Fall nun aufgeklärt.

Was steckt hinter den seltsamen Entdeckungen?

Am Mittwoch fanden Passanten in Kobern-Gondorf, unweit der Matthiaskapelle, vierundvierzig selbstgebaute Speere und eine mittelalterliche Streitaxt. Abends wurde die Polizei ein weiteres Mal über merkwürdige Gegenstände informiert: An der Burgruine Niederburg entdeckten die Beamt*innen schließlich eine altarähnliche, vermutlich keltische Drapierung.

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Bild: Polizeidirektion Koblenz

 

In einem frei zugänglichen Bereich der Ruine befand sich ein offener Raum, in dem ein Grill mit Feuerholz stand. Zudem war eine offene Tafel angerichtet, auf der Tassen, ein Wok, sowie vier Weinflaschen „mit übel riechenden Inhalt“ standen, wie die Polizei mitteilt. Außerdem standen eine Liege als Diwan, sowie zwei thronartige Stühle im Raum. In zwei danebenstehenden Kisten befanden sich 4 Hämmer, 2 Sicheln, zwei Kugeln sowie diverse Messer mit aufgemalten Runenzeichen. Daneben zwei Langbögen mit drei Pfeilen. Neben diverser handgemalter Bilder mit Burgenabbildungen wurde auch ein steinerner Drache für die Aufnahme von Räucherstäbchen dort drapiert.

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Bild: Polizeidirektion Koblenz

 

Fotoshooting mit Folgen

Aufgrund der Gesamtsituation mutmaßte die Polizei, dass dort eine keltische Veranstaltung oder Zeremonie stattfinden sollte. Nach Zeugenhinweisen konnte der Besitzer der Gegenstände schließlich am Donnerstag ermittelt werden. Es handelt sich um einen 44-jährigen Mann aus dem Kreis Mayen-Koblenz. Er gab an, dass er an besagter Örtlichkeit ein Fotoshooting geplant hatte. Ihm wurde von der Polizei deutlich gemacht, dass die Waffen in Kinderhänden sehr gefährlich hätten werden können. Außerdem hätte es für die Veranstaltung einer Genehmigung bedurft. Darüber hinaus wurde er auf die Vorschriften der Corona Verordnung hingewiesen.

 

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Bild: Polizeidirektion Koblenz

 

Quelle: Polizeidirektion Koblenz