Katastrophen-Touristen rollen im Saarland an

Vor wenigen Tagen wurde das saarländische Kleinblittersdorf durch heftige Unwetter verwüstet. Anwohner arbeiten seit Tagen, um die Schäden zu beseitigen. Doch plötzlich hält in dem kleinen Ort ein Reisebus an - etliche Rentner steigen aus, um das Ausmaß der Zerstörung zu begutachten. Helfen beim Aufräumen? Fehlanzeige!

Sightseeing im Unwetter-Gebiet?

Ein Reisebus mit einer Seniorengruppe war am Wochenende eigentlich in die Eifel unterwegs. Die Veranstalter lotsten den Busfahrer jedoch kurzfristig in das saarländische Kleinblittersdorf. Dort wütete vor wenigen Tagen ein heftiges Unwetter und riss das Dorf zum Teil in Grund und Boden.

Anstatt  zu helfen, schlenderten die Rentner seelenruhig durch den Ort und sollen sich sogar zum Kaffeetrinken niedergelassen haben, berichtet die Rheinpfalz.

Die Polizei prüft derzeit, ob die Bus-Besatzung auch Absperrungen zur Seite geräumt hat, die die Ortsdurchfahrt eigentlich hätte verhindern sollen.

Der Reiseveranstalter wehrt sich gegen die Vorwürfe des Katastrophen-Tourismus. Die Pause in Kleinbittersdorf stand laut ihm schon lange vor dem Unwetter fest, berichtete die Rheinpfalz.

 

Plünderer treiben ihr Unwesen

Als hätten die Anwohner mit dem Chaos und den Katastrophen-Touristen nicht schon genug Ärger, trieben auch noch Plünderer in Kleinblittersdorf ihr Unwesen. Möbel, die zum Trocknen ins Freie gestellt wurden, luden Unbekannte in einen Lieferwagen und fuhren davon.

 

Quelle: Rheinpfalz

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