Zu Besuch bei der größten Feuerwehrhundestaffel in RLP

Polizeihunde – die kennen wir alle. Aber wusstest du schon, dass auch die Feuerwehr vierbeinige Helfer einsetzt? Die Feuerwehrhundestaffel in Bad Kreuznach – namens „Einheit Rettungshunde Ortungstechnik 3 (RHOT 3)“ – ist sogar die größte in ganz Rheinland-Pfalz. Wir waren zu Besuch.

Hundenase hat ganz viele Riechzellen

Die RHOT 3 wird im Land gebraucht! Im letzten Jahr wurde die Staffel in Summe 17 Mal alarmiert, in diesem Jahr gingen bereits drei Mal die Rufmelder. Auch beispielsweise bei der Suche nach dem vermissten Jungen in Meisenheim am Glan.

Mit 13 geprüften Teams und einem weiteren Team in der Ausbildung ist die bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Sobernheim stationierte Einheit die größte der sieben RHOTs in Rheinland-Pfalz. Man kennt sich untereinander, denn oftmals werden mehrere Staffeln zu einem Einsatz zusammengezogen.

Insgesamt engagieren sich derzeit zwölf Männer und Frauen ehrenamtlich in der Einheit. Geleitet wird sie von den Staffelführern Thorsten und Annette Schmitt, die bereits sechs Jahre im Amt sind. „So eine Hundenase hat natürlich ganz, ganz viele Riechzellen“, sagt uns Schmidt im RPR1.Interview. Gerade beim Aufspüren von Verunglückten unter Trümmern sind die Hunde unvergleichlich gut. Ab und zu werden sie dafür sogar im Ausland gebraucht. „Es gibt auch die sogenannte Flächensuche: Zum Beispiel ein Senior, der aus dem Altenheim weggelaufen ist und nicht mehr weiß wo er ist, der in Wald oder Wiesen umherirrt…So jemanden können die Hunde natürlich auch suchen. Sie sind also auch geprüft in der Fläche.“

 

 

 

 

Hunde sehen ihre "Arbeit" als Spiel

Gefährlich wird es für den besten Freund des Menschen dabei nicht, dafür sind Mensch und Tier zu gut ausgebildet, sagt Sprecher Jörg Dindorf. „Die Führungskräfte haben auch eine Führungsausbildung und werden regelmäßig geschult in den Unfallvorschriften. Sie haben natürlich ihre Schutzkleidung und achten sehr auf sich und auf ihre Hunde.“ Im Alltag sind die vierbeinigen Helfer übrigens ganz normale Familienhunde. Die Schnüffelnase Attila lebt und tobt zum Beispiel bei Annette Schmidt wie jede andere. „Sobald man die Feuerwehrhose anzieht, dann geht bei denen der Schalter um und dann wissen sie: Man ist im Einsatz. Die Hunde wissen dabei immer: Der Einsatz endet mit einem Spiel oder Futter oder mit irgendwas Positivem. Es ist für die Tiere quasi immer ein Spiel.“

 

Den ganzen Beitrag zum Nachhören:

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Radiobeitrag zu Feuerwehrhundestaffel KH