70 Sonnenstunden bis Freitag

Das Hoch Odilo bleibt uns mindestens bis Freitag treu. Jeden Tag nahezu blauer Himmel, jeden Tag Sonnenschein, jeden Tag bis zu 14 Stunden Sonne - das macht bis zum späten Freitagabend rund 70 Sonnenstunden in dieser Woche! Zum Vergleich: Sowohl im letzten Dezember, als auch im vergangenen Januar und Februar gab es im ganzen Monat nicht so viele Sonnenstunden.

Erhöhte Waldbrandgefahr

Dazu geht es extrem trocken weiter und die Dürre verschärft sich, denn es weht ein starker Ostwind und der wirkt wie ein Trockengebläse. Die Erdböden trockenen weiter aus und die Waldbrandgefahrenstufe erreicht weit verbreitet Stufe 4 und lokal sogar die höchste Stufe 5.

Wenn bei diesem Wind ein Feuer ausbricht, geht das gleich rasend schnell. Zudem drohen in dieser Woche Staub- und Sandstürme.  Der April 2020 ist bisher so trocken, wie noch nie zuvor ein April seit 1881 gewesen ist. Ändert sich das vielleicht ab dem kommenden Wochenende?

 

Extrem sonnig und erstmal weiter trocken

„Was für eine sonnige Wetterwoche steht uns da ins Haus. Aber Vorsicht: Anfangs ist es nicht so warm, wie in den vergangenen Tagen. 25 Grad werden wir bis Mittwoch nicht messen. Aufgrund des starken Ostwinds empfinden wir die Temperaturen auch deutlich kälter als sie eigentlich sind. Das hat man schon am heutigen Montagmorgen gemerkt. Der Ostwind bläst verbreitet ganz schön ordentlich, da sind heute Böen bis zu 60 oder gar 70 km/h möglich. Das trockene Erdreich kann hier und da aufgewirbelt werden und es kann zu dem ein oder anderen Staub- und Sandsturm kommen. Gerade im Straßenverkehr ist das gefährlich.

Kommt dann ab dem Wochenende der große Regen? Nun ja, erstmal sind ein paar Schauer möglich, doch der große Landregen ist für Samstag und Sonntag bei weitem noch nicht in Sicht. Das wird eine extrem sonnige, aber auch sehr trockene Wetterwoche werden. Ab Donnerstag knacken wir im Südwesten auch wieder die 25-Grad-Marke und dann gibt es weitere Sommertage“, verspricht der RPR1.Wetterexperte, Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal www.wetter.net.

 

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Hoch Odilo hat in dieser Woche das Wetter in Deutschland und weiten Teilen Europas fest im Griff. Quelle: www.wetter.net

 

So geht es in dieser Woche weiter:

Montag: sonnig, 15 bis 23 Grad, am wärmsten im Südwesten

Dienstag: 15 bis 25 Grad, sonnig

Mittwoch: viel Sonnenschein, 15 bis 24 Grad

Donnerstag: sonnig, 17 bis 25 Grad

Freitag: 20 bis 25 Grad, viel Sonnenschein

Samstag: 15 bis 22 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, nur lokal Schauer möglich

Sonntag: 14 bis 22 Grad, einzelne Schauer, kein Landregen

Montag: 13 bis 20 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, meist trocken

 

Kommt der Regen oder kommt er nicht?

Man muss skeptisch sein. Die Wettermodelle haben regelmäßig ihre Probleme damit, wann eine trockene Phase aufhört und wann sich die Wetterlage umstellt. Meist ist der hohe Luftdruck deutlich stärker. Dieser Vorgang deutet sich auch heute Morgen schon wieder an. Zunächst sah es nach dem US-Wettermodell so aus, als würde es schon ab Freitag erste Schauer geben, nur sieht es danach aus als würde es in ganz Deutschland mindestens bis Samstagabend trocken bleiben, und erst zum späten Samstagabend und am Sonntag ist mit einigen Schauer zu rechnen.

„Die große "Verschieberitis" in Sachen Regen hat mal wieder begonnen. Meist ist ein Hoch stärker als die Wettermodelle zunächst denken und Tiefs mit Regen haben keine große Chance. Doch wir brauchen dringend Landregen, denn die Dürre ist schon wieder sehr extrem ausgeprägt wie die Daten vom Dürremonitor zeigen“, warnt Wetterexperte Jung. 

Warten wir also ab, was die letzten Apriltage tatsächlich in Sachen Regen bringen werden…

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Dramatische Waldbrandgefahr: Im Osten verbreitet die höchste Warnstufe und auch rund um Main und Rhein wird die höchste Warnstufe am Dienstag erreicht werden. Quelle: DWD

 

 

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Der Dürremonitor zeigt eindeutig: Deutschland hat in vielen Regionen mit einer neuen Dürre zu kämpfen. Erst war der Osten zu trocken, dann auch der Süden und aktuell greift die Trockenheit auch deutlich auf Westdeutschland über. Quelle: ufz.de

 

Quelle: www.wetter.net

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