Fahrzeug auf A5 in Flammen: Wieder keine Rettungsgasse

Auf der A5 ging es gestern nach einem schweren Unfall um Leben und Tod. Die Einsatzkräfte kamen aufgrund einer fehlenden Rettungsgasse erst mit erheblicher Verspätung am Unfallort an. Nur durch das geistesgegenwärtige Eingreifen der Ersthelfer konnte der lebensgefährlich verletzte Fahrer gerettet werden.

Mann schwebte in Lebensgefahr

Das Unfall-Drama ereignete sich am Mittwochnachmittag gegen 16.30 Uhr auf der A5 am Hattenbacher Dreieck in Osthessen. Wie die Polizei mitteilte, war ein 29-jähriger Fahrer eines Sprinters auf der Autobahn in einen Sattelzug gekracht – mit schlimmen Folgen. Der Mann verletzte sich hierbei lebensgefährlich und wurde in seinem Wrack eingeklemmt. Aufgrund ausgelaufener Betriebsstoffe ging zudem der Frontbereich und Unterboden des Transporters in Flammen auf.

 

Keine Rettungsgasse – Ersthelfer werden zu Helden

Geistesgegenwärtige Verkehrsteilnehmer erkannten die lebensbedrohliche Situation und stoppten sofort an der Unfallstelle. Die Ersthelfer liefen mit Feuerlöschern und Wasser zu dem brennenden Transporter und hielten den Flammen bis zum Eintreffen der Feuerwehr Kirchheim - soweit es ihnen möglich war - unter Kontrolle. Für den eingeklemmten 29-Jährigen konnten sie zunächst nichts tun.

Wie die Polizei berichtet, vergingen quälende Minuten, ehe die Rettungskräfte überhaupt an die Unfallstelle gelangen konnten. Demnach gab es – wie so oft – Probleme bei der Bildung einer Rettungsgasse. Die Fahrbahn war zum großen Teil mit Lkws zugestellt und blockiert. Die Einsatzfahrzeuge konnten erst mit erheblicher Verspätung am Einsatzort helfen und den Fahrer aus dem Wrack mit hydraulischen Geräten retten. Er kam mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik.

„Hier ist es ein großer Verdienst der sofort einschreitenden Ersthelfer, die - ohne Zögern - mit mehreren Feuerlöschern Schlimmeres verhindert und so das Leben des Transporterfahrers (mit-)gerettet haben“, lobt die Polizei die aufmerksamen Verkehrsteilnehmer. Zwei Ersthelfer erlitten durch ihren selbstlosen Einsatz eine leichte Rauchgasvergiftung und wurden vorsorglich ins Klinikum Bad Hersfeld verbracht.

 

Quelle: Polizei