Mann nach sexuellem Missbrauch von behindertem Mädchen verurteilt

Ein 79-Jähriger aus Hamburg ist zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Er hatte vor Gericht gestanden, ein behindertes Mädchen schwer sexuell missbraucht zu haben.

Mädchen auf Waldparkplatz sexuell missbraucht

Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, räumte der 79-jährige Busfahrer im Prozess ein, sich an einer Zwölfjährigen vergangen zu haben. Demnach hatte der Mann das behinderte Mädchen am 27. November 2018 auf einem Waldparkplatz schwer sexuell missbraucht.

Die Gräueltat flog damals auf, weil ein Passant, der mit seiner Freundin spazieren war, auf die Handlungen aufmerksam wurde und  sofort das Busunternehmen, das auf dem Fahrzeug stand, kontaktierte (wir berichteten). An einem früheren Prozesstag sagte der Zeuge, dass er gesehen habe, wie das Kind auf dem Beifahrersitz seinen Kopf über den Schoß des Beschuldigten gebeugt habe. Als dieser den Passanten bemerkte, sei er in Panik davongefahren.

 

Zwei Jahre und acht Monate Haft

Doch war die Tat, wie der Busfahrer vor Gericht beteuerte, eine einmalige Sache? Das Gericht zweifelte zwar daran, weil eine Auswertung von GPS-Daten ergeben hatte, dass der 79-Jährige in der Vergangenheit bereits öfter auf den Parkplatz gefahren war. Es konnte ihm jedoch vor Gericht nur eine Tat nachgewiesen werden.

Das Opfer konnte sich aufgrund seiner Behinderung vor Gericht nicht äußern. Die Verteidigung plädierte für eine Bewährungsstrafe, dem kam der Richter nicht nach. Er verhängte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten für den Busfahrer.

 

Quelle: Hamburger Morgenpost