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Im Winter kommt das 13. Gehalt

In diesen Branchen gibt es das meiste Weihnachtsgeld

In der Winterzeit wird das meiste Geld ausgegeben - meist für Geschenke. Umso besser, dass es im Dezember das traditionelle Weihnachtsgeld gibt. Aber in welchen Branchen fällt dieses am höchsten aus?

Im Schnitt gibt es 2583€

Der Weihnachtsbonus hat Tradition in Deutschland und ist vor allem für den Geschenkekauf vorgesehen. Allerdings ist es keine Pflicht, sondern eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Dennoch halten sich die meisten Unternehmen daran. Wie viel dir aber wirklich gezahlt wird, bleibt deinem Chef überlassen.

Laut dem Statistischen Bundesamt liegt das durchschnittliche Weihnachtsgeld aller Tarifbeschäftigten in 2022 bei 2747€. Tatsächlich gibt es zwischen den verschiedenen Berufen und Branchen, sowie den Geschlechtern und dem Ort des Arbeitens jedoch große Gehaltsunterschiede.

Das Statistische Bundesamt meldet, dass vor allem in den Bereichen „Gewinnung von Erdöl und Erdgas“ gute Boni gezahlt werden. Im Schnitt bekommen Angestellte in diesen Bereichen 5504 Euro überwiesen, was doppelt so viel wie der deutsche Durchschnittslohn ist. Im Bereich „Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“ hingegen bekommt man vor Weihnachten durchschnittlich 327 Euro.

Frauen bekommen weniger

Der Ursprung des Bonus stammt aus dem Jahr 1952, als eine Gewerkschaft die Sonderzahlung erstmalig in einem Tarifvertrag niederschrieb. Da zu dieser Zeit in den Familien Männer das Sagen hatten, war es üblich, dass auch nur Männer das Weihnachtsgehalt bekamen.

Leider hat sich diese recht traditionelle Regelung bis heute gehalten. Zwar ist es nicht mehr so schlimm wie damals aber nach wie vor bekommen Frauen weniger als Männer gezahlt.

Das meiste bekommen Personen, die in einer klassischen Branche in Westdeutschland arbeiten. In den östlichen Bundesländern und in Dienstleistungsbetrieben gibt es grundsätzlich weniger Geld für die Angestellten.

Die Branchen mit dem meisten Weihnachtsgeld:

  • Gewinnung von Erdöl und Erdgas
  • Kokerei und Mineralölverarbeitung
  • Rundfunkveranstalter
  • Energieversorgung
  • Herstellung von chemischen Erzeugnissen
  • Finanzdienstleistungen
  • Wasserversorgung
  • Versicherungen

Die Branchen mit dem geringsten Weihnachtsgeld:

  • Tabakverarbeitung
  • Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen
  • Wach- und Sicherheitsdienste
  • Landwirtschaft, Jagd, usw.
  • Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften
  • Gastgewerbe

Dieses Jahr haben Arbeitnehmer gute Chancen

Vor allem können sich Arbeitnehmer auf Weihnachtsgeld freuen, deren Firmen einem Tarifvertrag folgen. Zahlen Firmen dieses auch ohne, machen sie es meistens nur so lange die Konjunktur gut läuft. Verschlechtert sich die Lage, wird oft zuerst der Bonus gestrichen.

Aber es gibt eine gute Nachricht für alle Arbeitnehmer: Solange der derzeitige Wirtschafts-Boom anhält und Firmen immer weiter Angestellte einstellen, ist das Sondergehalt weitestgehend sicher.

Hagen Lesch vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sagt, dass Arbeitnehmer derzeit gute Karten hätten: „Bei guter Konjunktur und Fachkräftemangel streicht wohl kaum eine Firma das Weihnachtsgeld.“

Wann wird Weihnachtsgeld gezahlt?

Mit der Auszahlung des Novembergehaltes erhalten Arbeitnehmer ihr Weihnachtsgeld. Die Arbeitnehmer sollen somit genug Zeit haben, um ihre Weihnachtseinkäufe zu organisieren. 

Quelle: Statistisches Bundesamt, inFranken, rnd