Achtung vor dieser „Amazon“-Mail

Derzeit sind wieder Betrüger-Mails von Cyber-Kriminellen in Umlauf: “Überprüfung ihrer Kundendaten” – mit diesem Betreff wollen sie nichtsahnenden Amazon-Nutzern persönliche Daten entlocken.

Nutzer werden in Falle gelockt

Hinter den scheinbar harmlosen Mails von „Amazon Deutschland“, die an tausende Nutzer verschickt wurden, stecken in Wahrheit fiese Internet-Betrüger. Mithilfe dieser sogenannten Phishing-Mails versuchen sie, an persönliche Daten der User zu gelangen.   

Darin heißt es, eine veränderte Sicherheitsrichtlinie mache es angeblich nötig, dass Kundendaten auf ihre Richtigkeit überprüft werden müssen. Dabei bezieht sich die dubiose Nachricht von “[email protected]” sogar auf “§§ 12-20 des Bundesdatenschutzgesetzes“ – alles völliger Unsinn, wie das Online-Portal Mimikama herausgefunden hat. Das Unternehmen Amazon stehe dabei in keinerlei Zusammenhang mit den Betrüger-Mails; es wurde hier selbst Opfer, indem der Name missbräuchlich verwendet wurde.  

 

Der Inhalt der täuschend echten Betrugs-E-Mail lautet im Klartext:

"Guten Tag XY,

ab dem 17.04.2017 gelten veränderte Sicherheitsrichtlinien für Online-Händler in Deutschland.

Nach §§ 12-20 des Bundesdatenschutzgesetzes sind wir verpflichtet unsere Kundendaten auf Richtigkeit zu prüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren. Hierzu bitten wir Sie ihr Daten in einem kurzen Verifizierungsprozess zu bestätigen. Bitte achten Sie auf korrekte Eingabe Ihrer Daten.

>> Weiter zur Überprüfung

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis in dieser Angelegenheit.

Mit Freundlichen Grüßen

Ihr Amazon-Team"

 

Hier lauert der Betrug

Die eigentliche Falle lauert dann hinter der Schaltfläche „Weiter zur Überprüfung“. Bei einem Klick wird der nichtsahnende Nutzer auf eine Webseite mit der Adresse http://amazon.de.kundencenter-deutschland.net weitergeleitet, die dem normalen Login von Amazon nachempfunden ist. Loggt man sich ein, erreicht man weitere Seiten, die um Adressdaten und auch die Eingabe von Bankdaten bitten. Achtung, hier sollten auf keinen Fall wahrheitsgemäße Angaben gemacht werden! Ansonsten tappt man schnell in die Daten-Missbrauchsfalle der Betrüger.

Am besten direkt die Seite verlassen und für die Zukunft eine Schutzsoftware nutzen, die die schädlichen Links direkt blockiert. Mimikama empfiehlt hierfür die Kaspersky Schutzsoftware.

 

Wie kann ich mich noch schützen?

Anhand mehrerer Anzeichen kannst Du erkennen, dass es sich bei einer eingegangen Mail um eine Phishing-Mail handelt, mit der Betrüger an Daten und Geld gelangen wollen.

Tipp 1: Greifst Du über Dein Smartphone auf Nachrichten zu, hast Du die Möglichkeit die Herkunft eines Links zu überprüfen. Klicke den Link an und halte den Finger solange, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Jetzt siehst Du, wohin der Link führen soll.

Tipp 2: Logge Dich niemals über einen Link ein, der per Mail geschickt wird, sondern gib die Seite in die Adresszeile Deines Browsers ein. Ist hier der angebotene Service nicht aufzufinden, solltest Du der Mail keinen Glauben schenken.

Tipp 3: Vermeide den Austausch wichtiger Daten (z.B. Bankgeschäfte) in öffentlichen/fremden Netzwerken.

Tipp 4: Solltest Du Dir bei einem Formular unsicher sein, gib niemals Deine realen Daten an. Diese können von Betrügern unter Umständen sogar schon beim Tippen erfasst werden.

 

Quelle: Mimikama

 


Mehr zum Thema: 

 

Weitere Themen

Mehr von RPR1.