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Trierer Polizei warnt vor „Fensterbohrern“ in Rheinland-Pfalz

Nachdem Einbrecher in mehreren Fällen mithilfe des „Fensterbohrer“-Tricks in rheinland-pfälzische Häuser eingedrungen sind, warnt die Polizei nun vor der Masche und gibt wichtige Hinweise, wie man sich davor schützen kann.

Vorgehen ist immer das gleiche

In den vergangenen Wochen registrierte die Polizei mehrere Einbrüche und Einbruchsversuche in der Trierer Region, bei denen die Täter durch gezieltes Anbohren von Fenster- und Terrassentürrahmen versuchten, in die Wohnräume zu gelangen. Die Ermittler der Kriminalpolizei Trier gehen derzeit von Tatzusammenhängen aus, denn das Vorgehen ist immer das gleiche. Die Täter kommen in der Nacht, wenn die Hausbewohner schlafen oder zu Zeiten, in denen - z. B. urlaubsbedingt - niemand zu Hause ist. Sie nutzen die Abwesenheit oder den Schutz der Dunkelheit und bohren, meist an rückwärtigen und schlecht einsehbaren Terrassentüren und Fenstern, ein Loch in den Fensterrahmen. Durch die entstandene Öffnung schieben sie dann einen stabilen Draht oder eine dünne Stange. Damit lässt sich der Griff umlegen und das Fenster oder die Tür öffnen.



 

Täter operieren wohl überregional

Kriminalhauptkommissar Klaus Nohn von der Kriminalpolizei Trier: "Das Muster der Taten ähnelt sich: Der oder die Täter versuchen sich innerhalb einer Nacht an mehreren Anwesen eines bestimmtes Gebietes. Wir gehen momentan von überregional operierenden Tätern aus, die kaum Spuren an den Tatorten hinterlassen. Wir wollen die Bevölkerung über diese Masche gezielt aufklären und geben einfache aber wichtigen Verhaltenstipps, die die Täter schon im Vorfeld von ihrem Vorhaben abhalten können."

Individueller Einbruchschutz ließe sich durch zertifizierte Sicherheitstechnik sowie "einbruchshemmende" Verhaltensweisen erheblich verbessern. Neben den vielfältigen Möglichkeiten, das Eigentum durch technische und manuelle Hilfsmittel gegen Einbruch zu schützen, bietet persönliche und nachbarschaftliche Aufmerksamkeit ein hohes Potenzial, Einbrechern ihr "Handwerk" zu erschweren!

 

Die Polizei rät:

  •  Verwende beim Neubau deines Hauses zertifizierte Sicherheitstechnik an Türen und Fenstern. Lasse dich rechtzeitig vom zertifizierten Fachbetrieb oder von der Polizei beraten oder rüste dein bestehendes Haus entsprechend nach.
  •  Abschließbare Fenster- und Türgriffe können das Einsteigen von außen erschweren, sie sind bei den meisten Fenstern und Türen problemlos nachrüstbar.
  • Schließe vorhandene Rollläden - sie verwehren ungebetene Einblicke und erschweren den Einbruch
  • Nutze Bewegungsmelder im Außenbereich, um dunkle Bereiche an deinem Haus auszuleuchten.
  • Bedenke: Gekippte Fenster sind offene Fenster - auch beim Lüften oder nur kurzfristiger Abwesenheit!
  • Pflege eine gute Nachbarschaft und achte auf ungewöhnliche Vorkommnisse in deinem Wohnumfeld. Achte bewusst  auf fremde Menschen in Hausfluren und auf Grundstücken, spreche diese offen und freundlich an.
  • Fremde Menschen in unbekannten Fahrzeugen, besonders solchen mit auswärtigen Kennzeichen, schleichen durch Ihre Straßen, parken und beobachten dabei Häuser? Wenn dir das verdächtig erscheint, informiere die Polizei.
  • Informiere deine Familie, Freunde und Nachbarn bei längeren Abwesenheiten. Bitte diese, sich um das Leeren des Briefkastens, das Wässern der Pflanzen und gegebenenfalls das morgendliche Öffnen und abendliche Schließen von Rollläden zu kümmern. So suggerierst du Fremden, dass jemand zu Hause ist.
  • Wenn du in der Nacht verdächtige Geräusche in Ihrem Haus wahrnimmst, schalte das Licht an und mache Lärm. Das schreckt die Täter ab und schlägt sie in die Flucht.
  • Die "Fensterbohrer" sind auf schnelle Beute aus. Vermeide die Konfrontation und den unmittelbaren Kontakt mit den Tätern.
  • Wähle den Notruf 110. Das Erscheinen der Polizei kostet dich nichts - auch wenn sich herausstellt, dass sich dein Verdacht nicht bestätigt!

 

Quelle: Polizei

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