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Kaum noch Hoffnung: Junge aus Westerwaldkreis seit vier Monaten vermisst

Fast fünf Monate sind nun schon vergangen seit der 15-Jährige aus Unnau-Korb als vermisst gemeldet wurde. Bis heute fehlt von dem Jugendlichen jede Spur – alle Suchaktionen der Polizei und Bevölkerung verliefen im Sande.

++UPDATE, 19.09.2018:

Nachdem in der Westerwaldgemeinde Unnau am vergangenen Freitag eine männliche Leiche gefunden worden ist, herrscht nach der Obduktion nun traurige Gewissheit: Es handelt sich bei dem Toten um den seit fünf Monaten vermissten Jugendlichen aus Unnau-Korb.

 

++ 17.09.2019:

In der Westerwaldgemeinde Unnau ist eine männliche Leiche gefunden worden. Ein Bauer fand den Toten zwischen Rundballen. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich um den seit fünf Monaten vermissten Jugendlichen aus Unnau-Korb handelt, teilte die Polizei mit.

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Polizei steht vor Rätsel

Monate nach dem Verschwinden des Jungen aus Unnau-Korb gibt es inzwischen keine Hoffnung mehr, den 15-Jährigen noch lebend in der Umgebung zu finden, falls er einen Unfall hatte.

Seit dem 15. April fehlt jede Spur von dem Jugendlichen. Er hatte damals sein elterliches Wohnhaus mit dem Hinweis verlassen, sein verlorenes Handy suchen zu wollen. Letztmalig wurde er kurze Zeit später von einer Dorfbewohnerin gesehen, als er in Korb in Richtung Bahnhof ging. Seither suchte die Polizei fieberhaft nach dem Jungen – doch alle Aktionen verliefen im Sande. Es habe laut den Beamten viele Hinweise gegeben, denen sie nachgekommen sind – doch diese entpuppten sich immer als Fehlanzeige. Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber RPR1., dass es kein normaler Vermisstenfall sei.

„Es ist natürlich kein normaler Ablauf, dass sich Vermisste – vor allem im Alter von 15 Jahren – so lange von zu Hause entfernen. In aller Regel, wenn es aus einer Trotzreaktion entstanden ist, melden sie sich nach ein paar Tagen wieder. Sie wollen Geld, sie wollen was essen. Das haben wir hier alles bislang nicht.“ Hinweise auf ein Gewalt-Verbrechen gebe es nicht.

 

 



 

Spürhunde verstärkt im Westerwaldkreis eingesetzt

Seine Familie geht seit April durch die Hölle und glaubt nicht, dass der Junge freiwillig abgetaucht ist. Die Polizei kann einen solchen Fall indes nicht ausschließen. Sofern ihm dennoch etwas zugestoßen ist, wird man ihn aber wohl nur noch durch einen Zufall finden können.

Im Gespräch mit der Rhein-Zeitung kündigte die Hachenburger Polizei an, dass in Zukunft bei der Ausbildung von Spürhunden verstärkt die Wälder um Unnau-Korb genutzt würden. „Wenn ihm etwas zugestoßen ist, finden wir ihn so vielleicht irgendwann“, sagt ein Polizeisprecher. „Bislang haben wir aber leider keinerlei Anhaltspunkte.“

Das Bahnhofsgelände, wo der 15-Jährige zuletzt gesehen wurde, sei schlicht zu groß, um es Quadratmeter um Quadratmeter zu durchkämmen. Eine Suche mit Hubschrauber und Wärmebildkameras, wie sie wenige Tage nach dem Verschwinden durchgeführt wurde, macht inzwischen keinen Sinn mehr.

 

 

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