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Mutter verabreicht ihrem Kleinkind starke Schmerzmittel

Für Millionen von Menschen ist es ganz normal: Wer Schmerzen hat, nimmt einfach eine, meist frei erhältliche, Tablette. Über mögliche Nebenwirkungen denken viele nicht nach. So erging es auch einer Mutter aus Alberta (Kanada). Sie gab ihrer zehn Monate alten Tochter Ibuprofen. Das Kind musste umgehend ins Krankenhaus.

Riskante „Behandlung“

Die zehn Monate alte Alba bekam gerade ihre ersten Zähne und schrie vor Schmerzen, als ihre Mutter Becky Atkinson beschloss ihr ein paar Tropfen Ibuprofen zu verabreichen. Zwar verschwand das Leiden sofort, die Folgen waren jedoch fatal.

Als die junge Frau drei Tage nach der eigenen „Behandlung“ die Windel ihrer Tochter wechselte, bemerkte sie den pechschwarzen Stuhlgang. Völlig schockiert brachte sie ihren Nachwuchs ins Krankenhaus. Laut der ärztlichen Diagnose hatten sich durch die Einnahme des Medikaments zwei blutende Geschwüre im Körper des Kindes gebildet.  

 

„Gefahr aus dem Arzneimittelschrank“

Obwohl Schmerzmittel oft keiner Verschreibungspflicht unterliegen, raten Ärzte zur Vorsicht. „Geben Sie Ihrem Kind, besonders dann wenn es noch sehr klein ist, niemals einfach Arzneimittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen. Fragen Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, um mögliche Überdosierungen zu vermeiden“, erklärt das Fachportal praxisvita.de.

Der Pharmahersteller äußerte sich derweil folgendermaßen: „Das Medikament eignet sich bei Kindern zur Behandlung von Fieber und leichten Schmerzen infolge einer Erkältung, Impfung oder Ohrenentzündung. Solange das Medikament korrekt angewendet wird, ist es sicher und zuverlässig.“

 

Die junge Mutter wendet sich nun an die Öffentlichkeit und möchte Eltern mit einem Posting auf Facebook vor der „Gefahr aus dem Arzneimittelschrank“ warnen. Ihrer Tochter geht es mittlerweile wieder besser.

Quelle: ctvnews / heftig.co / praxisvita.de


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