Wolf-Hybriden: Doch kein Abschuss in Thüringen

Die sechs Wolfs-Hunde-Mischlinge, die dieses Jahr in Ohrdruf gesichtet wurden, sollen entgegen erster Aussagen nun offenbar doch nicht getötet werden.

Umsiedlung in Worbiser Bären- und Wolfspark

Aufatmen bei den Tierfreunden: Noch vor einigen Wochen hieß es, die sechs Wolf-Hybriden müssten „so schnell wie möglich aus der Natur entnommen“ und somit getötet werden.  Jetzt hat sich scheinbar doch eine andere Lösung gefunden.

Die Jungtiere sollen eingefangen und in den Worbiser Bären- und Wolfspark umgesiedelt werden. Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) erklärte gegenüber der Presse: „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht - es gilt, Artenschutz und Tierschutz gleichermaßen zu berücksichtigten.“

 

Tiere müssen bis Februar 2018 eingefangen werden

Sollte es bis Februar 2018 allerdings nicht gelingen, die Welpen einzufangen, könnte es als letzte Möglichkeit dennoch zu einer Tötung kommen. Nach den geltenden Regeln müssen die Hybrid-Nachkommen der Wölfin aus Gründen der Artenschutzes aus der Natur verschwinden.

Das bereits seit 2014 auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf lebende Muttertier soll dort bleiben.

Nachdem im Oktober bekannt geworden war, dass die sechs Mischlinge getötet werden sollen, entbrannte in den sozialen Netzwerken ein regelrechter Shitstorm. Unzählige User zeigten sich entsetzt über die „brutalen Pläne“ und das „herzlose Vorgehen“.  Sogar Petitionen wurden ins Leben gerufen, die das Leben der sechs Wolf-Hybriden retten sollten.

 

Quelle: dpa / ntv

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