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Strafe bis zu 50.000 Euro

Teurer Schlag - Wespen bekämpfen kann richtig teuer werden

Nachdem die ersten sommerlichen Temperaturen dieses Jahr, zumindest zeitweise, früher gemessen wurden, lassen auch Insekten wie Wespen nicht lange auf sich warten. Aber aufgepasst! Das Töten kann sehr kostspielig werden, denn die Insekten stehen zum Teil unter Artenschutz.

Tiere stehen auf der Roten Liste

Was gibt es besseres, als nach einem langen Arbeitstag die letzten Sonnenstrahlen zu genießen und dabei ein leckeres Eis zu essen? Das klingt auch für Wespen sehr verlockend. Doch statt panisch sein Eis vor den nervigen Insekten zu verteidigen, sollte man lieber vorsichtig sein, denn diese stehen inzwischen auf der Roten Liste.

Strafen zwischen 5.000 und 50.000 Euro möglich

Das Einfangen oder Töten von Wespen kann wirklich teuer werden. Die Strafe kann je nach Bundesland zwischen 5.000 und 50.000 Euro betragen. Gerade das Töten geschützter Wespenarten kann eine noch höhere Geldstrafe verursachen. Auch das Entfernen oder Zerstören von Nestern kann kostspielig werden. Deswegen ist es ratsam, bei einem Fund immer erst einen Experten zu kontaktieren.

Gerade in Deutschland nimmt das Insektensterben immer größere Ausmaße an. Nur noch 25% der ursprünglichen Tiere sind heute hier heimisch, obwohl sie sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht sind. Sie bestäuben Pflanzen, zersetzen Aas, Kot und Totholz und dienen anderen Tieren als Nahrungsquelle. Sprich: Insekten halten die Natur am Laufen. Folglich stehen immer mehr Krabbeltiere unter Artenschutz – mitunter auch Wespen.

In diesen Bundesländern wird es richtig teuer

Die Strafen fallen je nach Bundesland unterschiedlich aus. In Thüringen und Nordrhein-Westfalen müssen die Bürger am meisten blechen. Dort ist das Bußgeld auf 50.000 Euro beziffert, unabhängig davon, ob es sich um eine geschützte Tierart handelt.

In Rheinland-Pfalz kommt man hingegen am besten weg: Hier sind 5.000 Euro beim Verletzen oder Töten der Wespen fällig, auch wenn die Art unter besonderem Schutz steht. In Brandenburg liegt das Bußgeld dagegen bei geschützten Arten bei 65.000 Euro.

Das kannst du bei einem Wespenangriff tun

Wespen sind zwar aggressiver als Bienen, dennoch stechen sie aber nicht grundlos zu. Verhält man sich panisch oder hektisch, vermittelt man dem Tier Gefahr.

Viele wissen auch nicht, dass unser Atem für Wespen sehr verlockend ist. Um eine Konfrontation mit einer Wespe zu vermeiden, sollte man also am besten die Luft anhalten und sich langsam von dem Insekt entfernen.

Quellen: Wunderweib, Bild, Stuttgarter Nachrichten