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Neue Gesetze und Regelungen: Das ändert sich ab August 2020

Der August hält jede Menge wichtige Änderungen für uns bereit: Mehr Geld für Menschen, die sich beruflich weiterbilden wollen, mehr Unterstützung für Azubis, aber auch für Urlauber ändert sich einiges. Alle Neuerungen findest du hier im Überblick.

Nach den Sommerferien: Regelbetrieb an Schulen und Kitas

Ab Mitte August, mit dem Ender der Sommerferien, ist an Schulen in Rheinland-Pfalz wieder normaler Präsenzunterricht geplant. Das bedeutet, alle Kinder sollen wieder regelmäßig in die Schule gehen können. Auch die Kitas öffnen wieder für alle, wenn auch mit Einschränkungen. Der Normalbetrieb wird ab 1. August wieder aufgenommen. 

 

Fortbildungen werden gefördert

Der Staat stellt ab August 2020 für diejenigen, die sich beruflich weiterbilden möchten oder eine Ausbildung beginnen, mehr Geld zur Verfügung. Das sogenannte Aufstiegs-BAföG, mit dem der Aufstieg im dualen System der beruflichen Bildung unterstützt werden soll, wird zum 1. August 2020 erhöht.

Die Teilnahme an Lehrgängen wird nun mit 50 Prozent statt vorher mit 40 Prozent bezuschusst. Ebenfalls werden die Zuschüsse für das erfolgreiche Bestehen von Abschlussprüfungen erhöht. Prüflingen werden dann 50 Prozent des Darlehens, statt ehemals 40 Prozent, erlassen. Das neue Gesetzt tritt ab August in Kraft, selbst wenn Fortbildungen bereits vor August begonnen wurden und im September erst enden, werden die beiden Monate bereits nach der neuen Regelung berechnet. Die Neuerung beinhaltet laut Focus Online auch höhere Zuschläge für Kinderbetreuung für Alleinerziehende von 130 auf 150 Euro pro Monat und einen Vollzuschuss zum Unterhalt. 

 

Höhere Zuschüsse für Azubis

Mehr Beihilfe für Berufsausbildungen: Azubis, die ihre Lehre erst beginnen, dürfen sich ebenfalls ab August über mehr Geld freuen. Wie die Bundesregierung in einem Statement mitteilte, sollen mit dem Anstieg der Beihilfe wirtschaftliche Hürden überwunden werden, die der Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung entgegenstehen. Der Zuschuss steigt von 716 auf 732 Euro im Monat. 

 

Corona-Arbeitszeitgesetz ab 1. August außer Kraft

Wegen der Coronakrise wurde das übliche Arbeitszeitgesetz ab April vorübergehend außer Kraft gesetzt. Der Grund: Mehrarbeit war aufgrund von Covid-19 nicht zu verhindern. Der Arbeitgeber konnte längere Arbeitszeiten anordnen – bis zu 12 Stunden pro Tag, 60 Stunden in der Woche. Auch das Arbeiten an Sonn- und Feiertagen war erlaubt. Ab August ist jedoch Schluss damit. Das Bundesministerium für Arbeit setzt das Corona-Arbeitszeitgesetz zum 1. August außer Kraft. Eine Einzelfall-Prüfung soll weiterhin möglich sein.

 

Regeln für Urlaubsrückkehrer: Kostenlose Corona-Tests

Der August gilt als wichtiger Reisemonat. Auch wenn in diesem Jahr wohl weniger Menschen in den Urlaub fliegen, soll für Rückkehrer ein schneller und unkomplizierter Corona-Test angeboten werden. "Alle Reiserückkehrer sollen sich binnen drei Tagen testen lassen können", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn.

Das gilt jedoch nicht für Urlauber, die aus einem Risikogebiet zurückkehren. Diese Urlauber müssen sich künftig nach der Reise auf das Virus testen lassen. Spahn kündigte am Montag (27.07.2020) eine entsprechende Testpflicht an, die voraussichtlich kommende Woche in Kraft treten soll. Dabei sollen die Tests für alle kostenfrei sein, betonte Spahn am Montagabend in ARD und ZDF.

 

Kreuzfahrtschiffe dürfen wieder in See stechen

Wie die Augsburger Allgemeine schreibt, dürfen deutsche Urlauber seit Juli theoretisch wieder mit Kreuzfahrtschiffen über das Meer schippern. Die meisten Reedereien starten ihren Betrieb aber erst im August. Hierzu zählt auch die Flotte der Aida. Sie wird ab August in die Sommersaison starten. Dennoch werden die Schiffe nicht mit voller Passagierkapazität auslaufen und der Urlaub auf dem Schiff unterliegt einigen Regeln. So sind Landgänge zum Beispiel vorerst nicht gestattet.

 

Weltweite Reisewarnung soll am 31. August enden

Das Auswärtige Amt hat aufgrund der Corona-Pandemie eine weltweite Reisewarnung für alle Länder außerhalb der EU, abgesehen von Schengen-assoziierten Staaten wie der Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein, sowie dem Vereinigten Königreich, ausgesprochen. Diese Warnung war vorerst bis 31. August verlängert worden. Unklar ist aktuell jedoch noch, ob die Reisewarnung darüber hinaus verlängert wird. 

 

Quelle: Augsburger Allgemeine, Focus Online

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