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Schädlinge im Blumentopf: Trauermücken natürlich bekämpfen

Zimmerpflanzen sorgen nicht nur für ein angenehmes Raumklima, sie sind auch schön für das Auge. Wenn nach dem Gießen allerdings kleine Fliegen um den Topf umherschwirren oder in der Erde winzige Larven gesichtet werden, dann ist das Grün in ernsthafter Gefahr. So harmlos die Trauermücke auch aussieht, ihre Larven richten starke Schäden am Wurzelwerk der Pflanzen an.

Inhalt

1. Woran erkenne ich die Trauermücke?

2. So kannst du die ungebetenen Gäste loswerden

3. Vorsicht vor Asche, Backpulver & Co.

4. Wunderwaffe „Nematoden“

5. Mit Chemiekeulen gegen den Befall

6. Clever vorbeugen

 

Woran erkenne ich die Trauermücke?

Auf den ersten Blick ähneln sie Frucht-oder Obstfliegen, doch ihr eigentliches Revier sind Blumentöpfe. Entdeckt man also in der Nähe seiner Pflänzchen kleine schwarze Fliege, die es sich auf der feuchten Erde bequem machen oder gar winzige, weiße, fast glasige Larven, dann hat man es mit der Trauermücke zu tun.

Geht dann noch zusätzlich das geliebte Grün verstärkt ein oder wächst nicht richtig, dann haben sich die Schädlinge in der Erde eingenistet. 

 

So kannst du die ungebetenen Gäste loswerden

Um Trauermücken effektiv zu bekämpfen, muss man mit den Larven beginnen. Neben einer Vielzahl von chemischen Mitteln, gibt es auch eine Reihe von Hausmitteln, die schonend den Kampf aufnehmen.

   

  • Streichhölzer

Steckt man einige abgebrannte Streichhölzer in die Blumenende, töten die Schwefelbestandteile die Larven nachhaltig ab und die Trauermücken werden daran gehindert, ihre Eier weiter in die Erde zu legen. Nach ein paar Tagen sollte man die Zündhölzer gegen neue austauschen.

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Bild: Garry0305/Shutterstock.com

   

  • Quarzsand, Kalk oder Kies

Um das Mückenweibchen an der Eiablage zu hindern, genügt eine dünne Schicht Quarzsand, Kalk oder Kies auf der Blumenerde. Diese macht es dem Tierchen unmöglich, die Erde zu erreichen, um Nistlöcher zu graben. Kies hat ganz klar den Vorteil, dass er sich beim Gießen nicht mit der Erde vermischt, wie es bei den beiden anderen Varianten von Zeit zu Zeit der Fall ist.

 

  • Mikrowelle

Unter Hobbygärtnern ist die Mikrowellen-Methode besonders beliebt. Dabei wird die von Larven befallene Erde gründlich von den Wurzeln befreit, in ein Behältnis gefüllt und anschließend für einige Minuten in der Mikrowelle erwärmt. Larven sollen so vollständig abgetötet werden und die Erde kann praktischerweise wieder zum Einsatz kommen.

   

  • Klebefallen

Sogenannte Gelbsticker oder -tafeln eignen sich hervorragend, wenn der Befall frühzeitig erkannt wird. Die klebrigen Pappstreifen werden einfach in die Erde gesteckt. Sich nähernde Trauermücken bleiben daran kleben und sitzen sprichwörtlich in der Falle.

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Bild: LianeM/Shutterstock.com

 

  • Trockenheit

Feucht-warme Gefilde werden von Trauermücken mit Vorliebe bevorzugt. Wer ein- bis zwei Wochen auf das Gießen der Zimmerpflanzen verzichtet, trocknet so die Blumenerde oberflächlich aus. Weibchen finden so keinen geeigneten Brutplatz und Larven gehen in der Trockenheit ein. Um sicher zu gehen, dass sich keine Eier mehr in der oberen Erdschicht befinden, kann diese abgetragen werden. Im Übrigen schadet es Zimmerpflanzen nicht, wenn sie einige Zeit ohne Bewässerung auskommen müssen. Fragen zur optimalen Wassermenge beantworten Gärtnerei jederzeit auf Nachfrage.

 

  • Erde entsorgen und erneuern

Um auf Nummer sicher zu gehen, entfernt man die Pflanze samt Wurzelwerk gründlich von der Erde und entsorgt diese anschließend. Danach sollten die Blumentöpfe gereinigt werden, bevor man sein Pflänzchen wieder frisch einpflanzt. Wichtig ist hierbei, dass die befallene Erde nicht mit der frischen Erde in Kontakt kommt.

Übrigens: Befallene Erde sollte im Hausmüll und nicht im Kompost entsorgt werden. Ansonsten können sich Trauermücken ungehindert weiter vermehren.

 

Vorsicht vor Asche, Backpulver & Co.

Zigarettenasche, Backpulver oder Desinfektionsmittel eignen sich nicht zur Bekämpfung der Larven.

Nach dem Verzehr von Backpulver gehen die Larven zwar ein, doch die Erde kann durch die Verwendung anfangen zu schimmeln. Im Fall von Asche und Desinfektionsmittel werden durch das Gießen schädliche Stoffe an die Wurzeln und damit an die Pflanze weitergegeben, wodurch diese vergiftet wird und schlussendlich eingeht.

 

Wunderwaffe „Nematoden“

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Bild: Dr. Norbert Lange/Shutterstock.com

Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die in das Gießwasser gegeben werden und sich in dann ebenfalls in der Erde einnisten. Mit dem Unterschied, dass die kleinen Parasiten sehr wirkungsvoll und auf natürliche Weise die Trauermückenlarven befallen und anschließend töten. Hat sich eine beträchtliche Menge an Nematoden in der Erde gebildet, besteht für die Pflanze ein wirklich langer Schutz.

Im Fachhandel oder über Onlineshops können die kleinen Wunderwürmer erworben werden. Für Menschen, Pflanzen und die meisten Tiere stellen Nematoden im Übrigen keine Gefahr dar.

 

 

Mit Chemiekeulen gegen den Befall

In Gärtnereien finden sich eine Vielzahl von chemischen Mitteln, mit denen Trauermücken effektiv bekämpft werden können. Bei der Verwendung von Insektiziden sollten zwingend die Dosierungsangaben auf den Etiketten befolgt werden. Zu viel Chemie schadet der Pflanze, zu wenig tötet die Schädlinge nicht vollständig ab.

 

Clever vorbeugen

Die Bekämpfung der Schädlinge ist das eine, beachtet man hingegen ein paar clevere Tricks, nisten sich die Trauermücken erst gar nicht in Blumentöpfen ein, berichtet T-Online.    

  • Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Erde nicht zu feucht ist. Die oberste Schicht sollte eher trocken sein.
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  • Kein stehendes Wasser im Blumentopf hinterlassen.
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  • Ist das Zimmergrün einmal befallen, gilt es, das Gießverhalten zu ändern.
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  • Zusätzlich kann das Umtopfen in eine reine Hydrokultur oder spezielles Pflanzengranulat einen erneuten Befall vorbeugen.

 

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