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Kaum bekannte Krankheit "Brain Fog"

Ständiges Vergessen, nicht richtig denken können und dabei das Gefühl haben, man sei völlig benebelt? Wem dieser Zustand bekannt vorkommt, der leidet möglicherweise an Brain Fog - auf deutsch Gehirnnebel. Ein Phänomen, das weitaus mehr Menschen betrifft, als viele vielleicht denken. Doch was kann man dagegen tun?

Anzeichen für Gehirnnebel

Regelmäßig auftretende Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und eine immer wiederkehrende Vergesslichkeit werden häufig als Stress abgetan. In vielen Fällen stimmt das auch, muss aber nicht. Denn genau diese Anzeichen deuten meist auf den sogenannten Gehirnnebel hin. Ein mentaler Zustand, der völlige Antriebslosigkeit, vermehrte Unsicherheit und Ängstlichkeit sowie mangelnde Konzentration hervorruft. Die Bezeichnung Gehirnnebel ist dabei kein medizinischer Begriff, sondern beschreibt lediglich den geistigen Zustand, in dem sich Betroffene befinden. Diese Phase kann Stunden, einige Tage und in manchen Fällen sogar Wochen und Monate anhalten.

Kopfschmerzen, eine nicht enden wollende Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen, Angstzustände und einfach nicht klar denken können, sind Anzeichen, die für einen Gehirnnebel sprechen. Dabei müssen nicht alle genannten Punkte gleichzeitig auftreten. Ausprägung und Dauer sind von Menschen zu Mensch unterschiedlich.

 

Welcher Auslöser führt zu einer geistigen Vernebelung?

Dieser mentale Zustand ist verbreitet und wird gleichzeitig völlig unterschätzt. Fast jeder leidet einmal in seinem Leben unter einer solchen geistigen Beeinträchtigung, doch normal oder gar harmlos ist er deshalb noch lange nicht. Betroffene sollten sich die Frage nach der wahren Ursache für den Gehirnnebel stellen.

Es wird vermutet, dass die Symptome durch winzige Entzündungen des Gehirns ausgelöst werden. Diese wirken sich dann nachteilig auf das limbische System aus, den Teil des Gehirns, der für die Verarbeitung von Gefühlen und Erinnerungen zuständig ist. Die Ursprünge sind demnach sehr vielfältig. Stress und eine mangelhafte Versorgung des Gehirns begünstigen die Entstehung dieser Entzündungen.

 



 

Mögliche Ursachen

 

  • Mono-Diäten

Ein akuter Nährstoffmangel, hervorgerufen durch eine radikale Diät, kann den Gehirnnebel als Mangelerscheinung auslösen. Eine dauerhaft unausgewogene Ernährung kann ebenfalls als Ursache in Betracht gezogen werden.

 

  • Allergien und Unverträglichkeiten

Wer gewissen Lebensmittel nicht verträgt oder auf bestimme Stoffe allergisch reagiert, der sollte sich gerade wegen seiner Intoleranz an eine konsequente Abstinenz halten. Wird man schwach und hält sich nicht an den Verzicht, kann eine geistige Vernebelung auslöst werden.

 

  • Zu wenig Flüssigkeit

Der Körper und gerade das Gehirn brauchen ausreichend Flüssigkeit, um effektiv arbeiten zu können. Wer zu wenig Wasser zu sich nimmt, begünstigt eine Verschlechterung seines mentalen und damit geistigen Zustandes.

 

  • Zu wenig oder gar kein Schlaf

Schlaf hilft uns zu regenerieren und Kraft für den bevorstehenden Tag zu tanken. Finden wir nicht zur Ruhe oder lassen den Schlaf komplett aus, leidet darunter nicht nur das Gemüt sondern auch die Gehirnleistung, was langfristig die Wahrnehmung negativ beeinflusst.

 

  • Wechseljahre

Ob Mann oder Frau, jeder von uns kommt irgendwann in die Wechseljahre und damit spielt dann auch der Hormonhaushalt völlig verrückt. Akute Hormonschwankungen können gelegentlich einen Gehirnnebel mit sich ziehen.

 

  • Zu wenig Bewegung

Wer sich zu wenig bewegt, tut nicht nur seinem Herzen keinen Gefallen sondern auch das Gehirn leidet nachweislich darunter. Wer im Job viel sitzt, sollte sich am Tag mindestens eine Stunde angemessen bewegen, um dem Körper und Geist genügen Sauerstoff zuzuführen.

 

  • Stress

Zu viel Druck und Hektik im alltäglichen Leben belasten die Psyche. Ein erstes Warnsignal vor einem Burnout kann demnach der Gehirnnebel sein.

 

  • Entzugserscheinungen

Der plötzliche Verzicht auf beispielsweise Zigaretten, Kaffee oder Zucker, kann die Wahrnehmung nachteilig beeinträchtigen. 

 

  • Belastungen aus der Umwelt

Giftige Stoffe stecken in vielen Dingen, die uns im Alltag begegnen. So können giftige Gase, Stoffe und Partikel, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, unser Gehirn und damit unsere Wahrnehmung vernebeln.

 

  • Krankheiten

Depressionen, Rheuma und andere Krankheitsbilder können sich negativ auf unser Gehirn und unsere Gefühlswelt auswirken. Nebenwirkungen von Medikamenten, wie beispielsweise der Antibabypille, oder auch Nahrungsergänzungsmittel können den Gehirnnebel als Nebenwirkung mit sich bringen.

 



 

Gibt es eine Chance auf Heilung?

Wie bereits  erwähnt, stammt der Begriff Gehirnnebel nicht aus der Medizin. Bei dieser Art der beeinträchtigten Wahrnehmung handelt es sich um ein rein subjektives Krankheitsbild, das weder wissenschaftlich belegt, noch als offizielle medizinische Diagnose anerkannt ist.

Betroffene merken aber sehr wohl, dass bei ihnen etwas nicht stimmt. Dass das Umfeld chaotischer erscheint, die Arbeit nicht mehr so leicht von der Hand geht, es häufig zum Streit mit dem Partner kommt und man unter depressiven Verstimmungen leidet. Wer unter Gehirnnebel leidet, dessen Selbstwertgefühl ist spürbar angekratzt.

Um seine Wahrnehmung nachhaltig zu verbessern, um endlich wieder klar denken zu können, muss individuell nach dem Auslöser der Misere gesucht werden. Nur dann ist es möglich, den Nebel aus seinem Geist zu vertreiben.

 

++ Nur ein Arzt kann eindeutig klären, woher individuelle Beschwerden kommen und was dahinter steckt! Ferndiagnosen, Zeitungsartikel oder Berichte im Netz ersetzen keine Diagnose eines Experten! ++ 

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