Bämploppboom-Sieger mit 70.000 Euro ausgezeichnet
24 Vereine aus Rheinland-Pfalz dürfen sich über eine zusätzliche finanzielle Förderung für ihre innovativen Projekte im Nachwuchsleistungssport freuen.
24 Vereine aus Rheinland-Pfalz dürfen sich über eine zusätzliche finanzielle Förderung für ihre innovativen Projekte im Nachwuchsleistungssport freuen.
Im Rahmen des Vereinswettbewerbs „bämploppboom“ zeichnete der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) unterstützt durch Lotto Rheinland-Pfalz, dem Sparkassenverband Rheinland-Pfalz und der Landesbausparkasse (LBS Süd) herausragende Konzepte mit insgesamt 70.000 Euro aus.
Bereits zum achten Mal würdigte der LSB mit seinem Wettbewerb kreative und zukunftsweisende Ideen zur Förderung junger Talente. Insgesamt wurden 20 Projekte mit einer Fördersumme von 60.000 Euro ausgezeichnet. Dank einer Sonderförderung des Sparkassenverbands Rheinland-Pfalz und der LBS Süd erhielten darüber hinaus vier weitere Vereine jeweils 2.500 Euro und damit zusätzliche 10.000 Euro Fördermittel.
In diesem Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto „Trainer*innen im Fokus“. Über den höchsten Förderbetrag durfte sich der Schwimmverein White Sharks aus Bernkastel-Kues freuen. Er digitalisiert konsequent die gesamte Vereinskommunikation, insbesondere die Unterstützung der Trainer*innen am Beckenrand. „Bei uns stehen alle Trainer und Trainerinnen mit Tablett am Beckenrand und haben einen individuellen Blick auf jeden einzelnen Sportler im Wasser“, erklärt Udo Valerius, Vorsitzender der White Sharks. Damit verfolgen die Moselaner eine Trainerstrategie, die werteorientiert und langfristig angelegt ist.
„Es ist mir eine Freude, diesen Wettbewerb bereits im achten Jahr begleiten zu dürfen. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement und Kreativität die Vereine ihre Nachwuchsarbeit gestalten. Genau dafür mache ich diesen Job“, sagte LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Kloth bei der Preisverleihung. Gleichzeitig dankte er dem Sparkassenverband Rheinland-Pfalz und der LBS Süd für die finanzielle Unterstützung der Sonderförderung, die im nächsten Jahr fortgeführt werden soll.
Susanne Leidemer (Sparkassenverband) und Ulrich Lehrbach (LBS Süd) betonten die gesellschaftliche Bedeutung der Vereinsarbeit. Vereine seien weit mehr als Orte für Training und Wettkampf. Sie würden Menschen ein Zuhause geben, Sicherheit vermitteln und wichtige Impulse für die persönliche Entwicklung junger Menschen schaffen. Umso wichtiger sei es, dieses Engagement sichtbar zu machen und entsprechend zu würdigen.
Neben der Auszeichnung der Siegerprojekte stand die Veranstaltung auch im Zeichen eines fachlichen Impulses. Ivonne K. Herr von der Resilienz Initiative aus Stuttgart referierte zum Thema „Resilienz im Sport“. Die Unternehmerin und ehemalige Leistungssportlerin stellte die Bedeutung mentaler Widerstandsfähigkeit im Leistungs- und Vereinssport heraus. Trainerinnen und Trainer seien heute weit mehr als sportliche Ausbilder. Sie übernähmen zunehmend die Rolle von Führungskräften und Begleitern in der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen.
Anhand eindrucksvoller Beispiele aus dem Leistungssport zeigte Herr auf, wie Athletinnen und Athleten auch aus Niederlagen, Rückschlägen und Krisen wichtige Entwicklungsschritte ableiten können. Dabei griff sie das Zitat des Neurobiologen Gerald Hüther auf: „Irritationen sind Einladungen zum Lernen.“
Resilienz bedeute, Herausforderungen aktiv zu bewältigen und gestärkt aus schwierigen Situationen hervorzugehen. Körperliche Bewegung, soziale Gemeinschaft und ein unterstützendes Umfeld seien dabei wichtige sogenannte salutogenetische Faktoren, die Gesundheit und Wohlbefinden fördern. Diese Aspekte seien im organisierten Sport in besonderem Maße vorhanden.