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Gendergerechte Sprache

In der On Air- und Online-Redaktion haben wir uns in den vergangenen Monaten und Jahren intensiv mit geschlechtergerechter Sprache beschäftigt und auseinandergesetzt.

Warum wir gendern

Wir sind dabei zum Konsens gekommen, dass wir uns mit unserem Programm für die Gleichberechtigung aller Geschlechter einsetzen möchten. Gendergerechte Sprache ist für uns kein Trend, sondern eine Haltung. Wir werden sie in geschriebener Form mit dem sogenannten „Gendersternchen“ abbilden. Im Radio werden wir sie in Form einer kleinen Pause vor dem „innen“ umsetzen.

Möglicherweise kann diese Aussprache am Anfang für viele holprig klingen. Doch wir sind uns sicher: Der Gewöhnungseffekt wird auch hier eintreten. 

Die Verwendung des generischen Maskulinums (der Arzt, der Richter, o.Ä.) diskriminiert Frauen und andere Geschlechter; sie fühlen sich nicht angesprochen. Das beweisen auch Studien. Wir wollen alle User*innen und alle Hörer*innen ansprechen - und dass sie sich beim Lesen oder Hören unserer Inhalte auch wirklich angesprochen fühlen. „Alle“ heißt eben auch: Die, die sich weder als Mann noch als Frau verstehen oder als Mann und Frau.

Wenn Gleichberechtigung in der Sprache gegeben ist, kann sie auch in der Gesellschaft stattfinden. Klassische Rollenbilder können nur in den Köpfen durchbrochen werden, wenn sich auch etwas in der Praxis ändert – und dazu gehört auch unsere Sprache. Bei Astronauten oder Richtern denken wir automatisch an einen Mann. Sprechen wir von Astronaut*innen oder Richter*innen, findet ein Umdenken statt. Sprache schafft Realität.