Der Rheinland-Pfalz-Report
Was sind die realen Probleme? Und wo ist es am schönsten? Im Rheinland-Pfalz-Report schauen wir, was die Menschen im Land wirklich bewegt.
Was sind die realen Probleme? Und wo ist es am schönsten? Im Rheinland-Pfalz-Report schauen wir, was die Menschen im Land wirklich bewegt.
Die jüngere Zielgruppe zeigt ein deutlich gestiegenes Interesse an politischen Themen – insbesondere im Vorfeld der Landtagswahl 2026. So geben 52 Prozent der 18‑29‑Jährigen an, sich sehr stark für Wahlthemen zu interessieren. Gleichzeitig hat sich das politische Meinungsklima verschoben: Während etwa 23 Prozent der Befragten unentschlossen bleiben, sinkt die Zustimmung zur AfD in dieser Altersgruppe signifikant, während die CDU zusätzlich an Rückhalt gewinnt. Dieses Engagement und die kritische Auseinandersetzung mit politischen Inhalten signalisieren, dass junge Menschen in Rheinland‑Pfalz nicht nur zuhören, sondern aktiv an der politischen Gestaltung ihres Bundeslandes teilhaben wollen.
Das Gefühl der Sicherheit in Rheinland‑Pfalz hat sich spürbar verbessert – sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum. Die aktuelle Erhebung zeigt, dass 46 Prozent der Einwohner angeben, sich bei öffentlichen Veranstaltungen sicher zu fühlen – ein Plus von sechs Prozentpunkten im Vergleich zur Voruntersuchung. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln wächst das Sicherheitsgefühl um fünf Prozentpunkte. Am höchsten bewerten die Befragten dabei die vertraute Nachbarschaft, die als verlässlicher Rückhalt wahrgenommen wird. Diese Entwicklung reflektiert nicht nur den gestiegenen Optimismus der Bürgerinnen und Bürger, sondern auch das Vertrauen in die Maßnahmen der Politik und Sicherheitsbehörden.en leben erst unter einem Jahr an dem Ort, an dem sie jetzt leben.
Die politische Konkurrenz um das höchste Amt im Land spiegelt sich in differenzierten Bewertungen der Spitzenkandidaten wider. In der Sonntagsfrage wurde deutlich, dass die Einschätzungen zu Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Oppositionsführer Gordon Schnieder sehr unterschiedlich ausfallen. Viele Wählerinnen und Wähler zeigen sich beeindruckt von der bisherigen Amtsführung Schweitzers, während Schnieder in der Gegenüberstellung polarisiert. Die Daten legen nahe, dass Schweitzer insbesondere von denen unterstützt wird, die Stabilität und Kontinuität schätzen, während Schnieder vor allem bei Wählern Anklang findet, die einen Wechsel oder eine kritische Neubewertung der Landespolitik fordern. Dieses differenzierte Bild unterstreicht, wie entscheidend es für beide Kandidaten sein wird, die jeweils eigene Wählerschaft gezielt anzusprechen und Vertrauen aufzubauen.
„Der Rheinland-Pfalz-Report zeigt das die Aufgaben an die demokratischen Parteien im Land sehr klargestellt sind und dass sich die Wählerinnen und Wähler hier mehr operatives Handeln wünschen. Mich persönlich freut am meisten, dass zunehmende Interesse der jungen Wahlberechtigten an dieser Wahl“, sagt Andreas Holz, Programmchef von RPR1.
Der Rheinland-Pfalz-Report wird im Auftrag der Rhein-Zeitung und RPR1. vom IFAK Institut über mehrere Wellen durchgeführt und dient als Meinungs- und Stimmungsbarometer für die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz. Im vorliegenden Bericht werden die Ergebnisse der ersten Erhebungswelle abgebildet. Die Grundgesamtheit sind deutschsprachige Personen ab 16 Jahren aus Privathaushalten in Rheinland-Pfalz, die über einen Internetanschluss verfügen. Die Stichprobengröße beträgt 1.039 Befragte. Erhebungszeitraum 18.08.25 bis 21.09.25. Die Befragung erfolgte online.