Mann hält Angelausrüstung für Leiche und löst Polizei-Großeinsatz aus

Die Polizei Bonn hat das Rätsel um eine möglicherweise entsorgte Leiche am Bonner Rheinufer gelöst. Ein Zeuge will eine Gruppe von Personen beobachtet haben, wie diese einen leblosen Körper in einen Müllcontainer gelegt hätte. Ein Großaufgebot der Polizei suchte mehrere Tage nach einer toten Person, die es jedoch nie gegeben hat, wie sich jetzt herausstellte.

Leiche an Bonner Rheinufer?

Am Donnerstag, den 17.06.2021 hatte ein Zeuge der Bonner Polizei gemeldet, dass er gegen 23.10 Uhr beobachtet hätte, wie mehrere Männer am Rheinufer einen leblosen Körper in einen Müllcontainer gelegt hätten. Daraufhin wurde eine große Suche veranlasst: Polizist*innen schauten sich am Bonner Rheinufer zwischen der Nordbrücke und dem Rheindorfer Hafen um, ein Polizeihubschrauber überflog die Stelle, Taucher suchten unter Wasser und ein Sonarboot fuhr den Rhein ab.

Die Suche verlief jedoch ergebnislos, es wurden keine verdächtigen Personen angetroffen, noch eine Leiche gefunden. Der Fall beschäftigte die Bonner Polizei über mehrere Tage, bevor er schließlich aufgeklärt werden konnte, berichteten die Beamt*innen am Dienstag. 

 

Angelutensilien mit Leiche verwechselt

Nach einem öffentlichen Zeugenaufruf der Polizei habe sich schließlich am Montag einer der gesuchten Verdächtigen gemeldet und das Missverständnis aufgeklärt. Der Mann gab an, dass er am Donnerstagabend mit vier weiteren Menschen an besagter Stelle geangelt habe. Die Gruppe sei dazu mit Motorrollern und Anhängern angereist. Laut Polizeiangaben verpackten die Angler ihre Utensilien in Hüllen und luden sie gemeinsam mit Stühlen in die Anhänger – was für den Zeugen wie ein lebloser Körper ausgesehen haben muss. Die Polizei sieht daher keine Hinweise auf eine Straftat.

 

Quelle: dpa, Polizei Bonn