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Kommt nach Fahrverboten jetzt ein Böller-Verbot?

In rund sechs Wochen wird bundesweit wieder geknallt was das Zeug hält. Geht es nach einem Antrag, der unlängst im Kölner Rathaus eingegangen ist, sollten Feuerwerk und Böller in der Domstadt aber bald der Vergangenheit angehören!

"Es wäre an der Zeit, das private Böllern zu verbieten oder zumindest deutlich einzuschränken"

Angeregt durch das Diesel-Fahrverbot, wittern nun auch die "Böller-Gegner" ihre Chance in Köln. Jedes Jahr wird die Domstadt zum Jahreswechsel in einen wahren Feinstaubnebel gehüllt. Und damit sollte endlich Schluss sein.

"Es wäre an der Zeit, das private Böllern zu verbieten oder zumindest deutlich einzuschränken. Man kann schlecht monatelang auf Autoherstellern rumhacken, die bei den Abgaswerten ihrer Diesel betrügen und dann 5000 Tonnen Feinstaub und die daraus entstehenden Belastungen für das Gesundheitssystem abtun", heißt es in dem Antrag, der das Rathaus in Köln erreicht hat.

Wie der Express berichtet, würden laut dem Bundesumweltamt durch Böller, Raketen & Co. etwa "17% der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge" freigesetzt. Messungen hätten ergeben, dass in nur einer Nacht so viel Feinstaub abgegeben wird wie Dieselautos und Lastwagen in zwei Monaten erzeugen.

 

Komplettes Verbot bereits in anderen Ländern

Natürlich gilt es zu beachten, dass Fahrzeuge die Luft permanent belasten, während ein Silvesterfeuerwerk nach circa zwei Stunden wieder vorbei ist. Wie lange es dauert, bis die dabei entstandene Feinstaubbelastung komplett abgeklungen ist, hängt aber natürlich vom Wetter ab. Wind verteilt die Schadstoffe, windschwache Wetterlagen hingegen begünstigen den Verbleib des Feinstaubs in der Luft.

In einigen anderen Ländern, wie zum Beispiel in den Niederlanden oder in Australien, ist privates Feuerwerkt bereits verboten. Hierzulande gilt nur eine Einschränkung "in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden", erläutert der Express. Außerdem bestehen zum Schutz des Doms in dessen Umgebung ein Mitführverbot von Feuerwerkskörpern.

 



 

Ratspolitiker entscheiden am 27. November

Bei einer Sitzung der Politiker des Fachausschuss des Rates am 27.11.2018 wird nun final über den Antrag diskutiert. Die Verwaltung bezweifelt allerdings eindeutig, dass es ein allgemeines Verbot für das Abrennen von Pyrotechnik und/oder Feuerwerk geben könnte. Dafür müsste der Bund erst einmal das bestehende „Sprengstoffgesetz“ anpassen.