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Wittlicher Fensterbauer wirbt mit Vier-Tage-Woche

Um der Personalnot entgegenzuwirken setzt ein Wittlicher Fensterbauer nun auf ein attraktives Angebot für Arbeitskräfte: Er will eine Vier-Tage-Woche einführen – und das Gehalt bleibt gleich.

Arbeitsmarkt in Wittlich wie leergefegt

Vier Tage arbeiten und dann drei Tage ausruhen - also jedes Mal ein langes Wochenende. Klingt nach einem absoluten Traum, könnte für die Mitarbeiter*innen beim Fensterbauer Meeth in Wittlich bald Realität werden. Die Idee kam Inhaber Helmut Meeth, weil er auf dem Arbeitsmarkt in Wittlich kaum noch neue Mitarbeiter*innen findet. „Ich rede auch nicht unbedingt nur von Fachkräften, sondern von allen begleitenden Dingen: Zum Beispiel im Bereich IT, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz im Fensterbaubetrieb…Alles was kommt, ist willkommen! Weil wir dort wirklich stocken und nicht so weiterkommen, wie wir uns das vorstellen“, erklärt uns Meeth im RPR1.Interview.

 

Weniger Stunden arbeiten, gleiches Gehalt

Die neuen Arbeitszeiten kämen dann allen bisher 150 Beschäftigten im Betrieb zu Gute. Und: Sie sollen sogar die Produktivität steigern und die Gesundheit der Beschäftigten verbessern. Denn wer sich länger erholen kann, der ist auch weniger krank, hofft Meeth. Und davon profitiert dann auch der Arbeitgeber.

Für die Beschäftigten besonders wichtig – obwohl unterm Strich weniger Stunden gearbeitet werden: Das Gehalt bleibt gleich. Die 4-Tage-Woche ist also keine Strategie, um irgendwie Gehalt einzusparen... „Wichtig ist im Endeffekt, dass der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin auf gut deutsch ‚so viel Kohle‘ hat, dass er damit zurecht kommt und seine Arbeit vernünftig bezahlt wurde“, sagt der Unternehmer. „Das, was jetzt aktuell gezahlt wird für 40 Stunden, wird auch bei 36 Stunden Arbeit bleiben.“

Ein paar Urlaubstage müssen die Mitarbeiter*innen allerdings opfern – das ist gesetzlich so vorgeschrieben.

 

Hier kannst du den Radiobeitrag dazu nachhören:

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Vier-Tage-Woche in Wittlich