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Kein Regen in Sicht: Wir stehen vor dem dritten Dürrejahr in Folge

Seit der zweiten Märzwoche hat es in Deutschland keine nennenswerten Niederschläge mehr gegeben. Wie RPR1.Wetterexperte Dominik Jung warnt, stehen wir sogar vor dem dritten Dürrejahr in Folge: „Die Prognosen sind wirklich erschreckend…“

Niederschläge gehen gegen Null

Die etwas kühleren Tage sind nun vorbei: Hoch Nikolas verlagert nun seinen Schwerpunkt über den Südosten Europas und macht damit den Weg frei für warme Luftmassen. „Die Höchstwerte knacken heute schon wieder die 20-Grad-Marke und morgen wird die 25-Grad-Marke erreicht. Der Aprilsommer nimmt schon wieder Fahrt auf, nur eine Sache will einfach nicht vom Himmel fallen: Ergiebiger Landregen“, sagt RPR1.Wetterexperte Dominik Jung. „Der Niederschlag bleibt weiterhin aus. Es ist und bleibt für die aktuelle Jahreszeit deutlich zu trocken.“ Im Durchschnitt sind in Deutschland bisher 1,64 (!) mm Regen in diesem Monat vom Himmel gekommen. „Das ist verdammt nahe an 0 mm dran. Und diese Trockenheit dauert nun schon wieder seit einigen Wochen an, los ging es ab der zweiten Märzwoche 2020. Seit diesem Zeitpunkt gab es in Deutschland keine nennenswerten Niederschläge mehr“, schlägt Jung Alarm.

 

„Perfekte“ Ausgangslage für neue Dürre

„Die Trockenheit ist auf eine andauernde Hochdruckwetterlage zurückzuführen. Ein Hoch hat das andere abgelöst und daher gab es kaum Niederschläge. Die Prognosen laufen derzeit bis Monatsende und sind wirklich erschreckend“, sagt der RPR1.Wetterexperte. „Zwar wird von den Wettermodellen immer wieder mal mittelfristig Regen berechnet, doch bis es soweit ist, sind diese Berechnungen wieder aus den Wettermodellen verschwunden und der hohe Luftdruck bleibt dann doch erhalten und der Niederschlag bleibt meist aus. Sollte sich diese Hochdruckwetterlage fortsetzen, dann droht Deutschland das dritte Dürrejahr in Folge. Die Ausgangslage für eine neue Dürre könnte jedenfalls kaum besser sein“, so Dominik Jung weiter.

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Schockierende Wetterkarte: Die Niederschlagsumme der kommenden zehn Tage bis zum 24. April 2020: Es fällt so gut wie kein Niederschlag, die Dürre verstärkt sich. Quelle: www.wetterdata.de

 

Landwirte warten sehnlichst auf Regen

„Die Lage wird langsam kritisch“, sagt Dominik Jung. „Besonders bei den Landwirten. Da braucht man nun in der Wachstumsphase dringend den Regen. Dem Spargel gefällt das trockene Wetter vielleicht noch, dem Rest allerdings kaum.“ Die Dürre war über den Winter im Osten Deutschlands ohnehin nie weg und nun zeigt die aktuelle Dürrekarte, wie sich die Trockenheit nun wieder im ganzen Land nach und nach ausbreitet.

 

Am Wochenende bis zu 30 Grad?!

Wir bekommen wettertechnisch Richtung Wochenende eine Luftmassengrenze. Im Nordwesten Deutschlands ist es mit 12 bis 16 oder 17 Grad nicht so warm wie im Südwesten. „Dort werden am Samstag 19 bis 28 Grad erreicht. In den letzten Wetterberechnungen haben sich offenbar die warmen Berechnungen immer mehr durchgesetzt und nun wird es im Südwesten am Samstag wohl den bisher wärmsten Tag des Jahres 2020 geben“, prophezeit Jung. „Bis zu 28 Grad sind wohl drin, vielleicht auch knapp 30 Grad, das müssen wir im Detail noch abwarten.“ Aber auch bei dieser Wetterlage ist kein Regen in Sicht, außer mal regional vielleicht ein kleiner Schauer oder ein kurzes Gewitter. Der Aprilsommer macht einfach weiter…

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Großwetterlage heute: hoher Luftdruck hat weite Teile Europas fest im Griff, er hält den Niederschlag fern und sorgt für eine weitere Zunahme der Dürre.  Quelle: www.wetter.net

 

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Mittwoch: 14 bis 22 Grad, freundlich und trocken

Donnerstag: 15 bis 25 Grad, freundlich und trocken

Freitag: 13 bis 25 Grad, viel Sonnenschein und besonders im Westen und Südwesten warm

Samstag: 19 bis 28 Grad im Südwesten, sommerlich warm in einigen Landesteilen, recht viel Sonne, im Süden auch mal Gewitter

Sonntag: 12 bis 24 Grad, viel Sonne, kaum Wolken

Montag: 13 bis 21 Grad, freundlich, viel Sonnenschein

 

Quelle: wetter.net / Dominik Jung