Main-Taunus-Kreis verhängt 100.000 Euro Bußgeld für Wasserentnahme

Wir befinden uns nach dem Rekordjahr 2018 schon wieder mitten in einer Dürre-Phase. Der Main-Taunus-Kreis musste deshalb jetzt die „Wasser-Notbremse“ ziehen.

Amtliche Verordnung des Landkreises

Der Sommer 2018 ist vielen als „Dürresommer“ in Erinnerung und auch in den vergangenen Wochen hat die Sonne wieder extrem Vollgas gegeben. Vielerorts herrscht höchste Waldbrandgefahr, die Böden sind ausgetrocknet. Nun hat der Main-Taunus-Kreis eine amtliche Warnung an die Bevölkerung herausgegeben. Aus den Flüssen, Bächen und Seen darf dort bis auf weiteres kein Wasser entnommen werden. Das hat der Kreis angeordnet. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro!

 

 

Streit ums Wasser

Die Verteilung von Wasser in Deutschland kann nach Einschätzung des Umweltbundesamts erstmals seit Jahrzehnten zu einem relevanten Thema werden. „Häufigere trockene Sommer bedeuten auch, dass sich voraussichtlich mehr Nutzer um die Ressource Wasser streiten werden“, sagte Jörg Rechenberg, Wasserexperte beim Umweltbundesamt (UBA), der Deutschen Presse-Agentur.

Bisher gebe es in Deutschland flächendeckend aber noch keinen "Wasserstress", betonte er. „An der einen oder anderen Stelle hat es aber 2018 lokale oder regionale Probleme gegeben.“ In diesem Sommer haben einige Regionen, zum Beispiel in Brandenburg, die Bevölkerung zum sensiblen Umgang mit Wasser aufgerufen. In einigen Orten kam zeitweise kaum noch etwas aus der Leitung, weil zu viele Menschen gleichzeitig Wasser zapften - vor allem für ihre Gärten.

 

Quelle: dpa