Auf Ansturm reagiert: Traumpfade in der Eifel gesperrt

Die Eifel ist auch in Zeiten von Corona ein beliebtes Ausflugsziel. Weil Mindestabstände so nicht eingehalten werden können, mussten einige Gemeinden in dem Naherholungsgebiet nun die Reißleine ziehen.

Parkplätze und Wanderwege gesperrt

Wenn hunderte Wanderer unterwegs seien, könne der Mindestabstand nicht eingehalten werden, so ein Kreissprecher. Aus diesem Grund hätten sich einige Gemeinden und Städte entschlossen, einzelne Traumpfade oder zumindest deren Parkplätze zu sperren. In den letzten Tagen war auf den Wanderwegen immer wieder Hochbetrieb beobachtet worden.

"Uns bereitet Sorge, dass ganz viele Leute aus NRW-Städten wie Köln oder Bonn einen Tagesausflug zu uns machen könnten", erklärt Cornelia Weigand, Bürgermeisterin im rheinland-pfälzischen Altenahr. Bereits in den vergangenen Wochen sei beobachtet worden, dass viele Menschen anreisten. "In normalen Zeiten freuen wir uns über jeden. Aber jetzt ist Kontaktverbot angesagt."

 

Freizeitfahrten prinzipiell erlaubt

Prinzipiell sind in Deutschland Tagesausflüge nicht untersagt. In anderen Ländern wie etwa Belgien gilt ein Verbot. Den Verantwortlichen in den touristischen Naherholungsgebieten bleibt also nur der Appell, man solle Freizeitfahrten unterlassen.

Aber warum werden Tagesausflüge in Deutschland nicht einfach verboten? "Wenn wir ein solches Verbot hätten, dann müssten wir am Ende auch Grenzkontrollen zwischen NRW und den Niederlanden und Belgien einrichten", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul am Donnerstag. Das wolle man vermeiden.