Spargelsaison im Herbst: Pfälzer Bauer testet Vulkanspargel

In der Pfalz ist gerade wieder Spargel-Zeit! Ja, richtig gelesen: In Schifferstadt versucht sich ein Landwirt dieses Jahr nämlich an einem hier neuen Herbstgemüse: Dem Vulkanspargel.

Mit Spargel hat das nicht viel zu tun…

Doch die Sauce Hollandaise müssen wir jetzt nicht wieder rauskramen - streng genommen hat die Pflanze mit Spargel gar nicht so viel zu tun. Die Blätter sehen so ähnlich aus wie Löwenzahn. In der Mitte gibt es dann mehrere Sprösslinge, die ähnlich aussehen wie grüner Spargel, daher der Name. Und weil er früher in Vulkangegenden angebaut wurde.

Geschmacklich geht es aber in eine etwas andere Richtung, wie uns Landwirt Ralf Weber aus Schifferstadt erklärt. Der Vulkanspargel habe eine leicht bittere Note: „Schmeckt ähnlich wie Endivien, Chicorée oder Radicchio. Damit kann man Pesto zubereiten, ihn in eine Kartoffelsuppe zugeben oder man isst ihn als Salat.“

 

Wie ist die Herbst-Spargel-Idee entstanden?

Die Idee das Herbstgemüse als Erster im südlichen Rheinland-Pfalz anzubauen kam dem Landwirt im Italien-Urlaub. Dort ist das Gemüse als „Puntarella“ bekannt und beliebt.

Gerade ist Erntezeit und der Landwirt ist zufrieden: Zum Anbau im Sommer braucht es der Vulkanspargel schön warm – wie in Italien eben – das hat dieses Jahr hingehauen. Und auch auf dem Wochenmarkt in Schifferstadt hat Ralf Weber bisher gute Erfahrungen gemacht: „Er wird sehr gut angenommen. Selbst Kunden, die etwas konservativ erschienen, haben das Gemüse trotzdem sehr gelobt vom Geschmack her. Und die Italiener sind natürlich begeistert.“

Hält die Begeisterung an, dann könnte sich das Gemüse dauerhaft hier breit machen. Dann wäre in der Pfalz jeden Herbst Vulkanspargel-Zeit.

 

Radiobeitrag zum Nachhören:

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Vulkanspargel in der Pfalz

 

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