19 Tote und dutzende Vermisste nach Hauseinstürzen in der Eifel

Die Ortsgemeinde Schuld bei Adenau (Kreis Ahrweiler) hat es in der vergangenen Nacht besonders heftig getroffen: Die Wassermassen ließen mehrere Gebäude einstürzen. Es ist von 70 Vermissten die Rede. 19 Menschen starben.

++++ Vermisstenhotline eingerichtet ++++

Inzwischen hat die Polizei eine Hotline für Angehörige eingerichtet, die Personen vermissen. Erreichbar ist die Telefon-Hotlinge unter der 0800-6565651. Desweiteren bittet die Polizei in Koblenz nach Mithilfe der Bewohner*innen des Kreis Ahrweilers, um die Suche nach den Vermissten voranzubringen. Videos oder Fotos, die Hinweise zu den vermissten Personen oder weiteren Todesopfern liefern können, sollen unter https:rlp.hinweisportal.de/ hochgeladen werden. 

 

 

Häuser in der Eifel eingestürzt

Sechs Gebäude sind in der Nacht von den Wassermassen schwer beschädigt worden und eingestürzt. Rund zwei Dutzend weitere sind stark einsturzgefährdet. Es ist in Schuld bei Adenau von rund 70 Vermissten die Rede, wie ein Sprecher gegenüber RPR1. sagte. Aktuell suchen Rettungskräfte in den Trümmern nach Vermissten.

Im Zusammenhang mit den schweren Unwettern wurde inzwischen bestätigt: Mindestens 19 Menschen kamen im Raum Neuenahr-Ahrweiler ums Leben, wie die Polizei Koblenz auf Twitter mitteilte. Die genauen Umstände seien noch unklar. Die Opfer wurden demnach an mehreren Orten gefunden.

"Sehr viele" Menschen befanden sich demnach auf den Hausdächern, die Rettungseinsätze liefen auf Hochtouren, so Focus Online. Bei der Rettung von Menschen sei am Mittwochabend auch ein Polizeihubschrauber mit Seilwinde eingesetzt worden. 

Das genaue Ausmaß der Katastrophe in mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz sei derzeit noch nicht absehbar. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) habe in der Nacht dafür gesorgt, dass Einsatzkräfte abgelöst werden konnten. Dafür kamen Helfer aus dem Süden des Landes.

Die Lage ist weiter angespannt.

Strom- und Wasserversorgung zusammengebrochen

In weiten Teilen der Eifel ist die Strom- und Wasserversorgung zusammengebrochen. Besonders betroffen sind der Eifelkreis Bitburg-Prüm, die Vulkaneifel, der Kreis Ahrweiler und der Kreis Trier-Saarburg. Alleine in der Verbandsgemeinde Kelberg sind mehr als 7.500 Menschen betroffen.

 

Wir sind vor Ort und berichten weiter.

 

RPR1.Reporter Dirk Köster:

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Live vor Ort - RPR1.Reporter schildert dramatische Situation