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Vater nimmt Kind rückwärts auf Motorrad mit – bei Tempo 120!

Ein Vater hat sein vierjähriges Kind rückwärts auf einem Motorrad mitgenommen. Laut Polizei war der Mann mit 120 Stundenkilometern am Samstag auf der B9 bei Koblenz Richtung Andernach unterwegs. Nun drohen ihm Konsequenzen bis hin zum Führerscheinentzug.

Kleinkind auf dem Rücken transportiert

Besorgte Zeugen alarmierten am Samstag die Polizei, als sie auf der B9 bei Koblenz Richtung Andernach einen Mann auf einem Motorrad sahen, der sich sein kleines Kind in einer rucksackartigen Riemenkonstruktion rückwärts sitzend auf den Rücken geschnallt hatte. Nach Polizeiangaben vom Dienstag war der Motorradfahrer teils mit mehr als 120 Stundenkilometern unterwegs.

Das vierjährige Mädchen konnte sich in der Riemenkonstruktion kaum bewegen. Ihre Hände seien in dieser Konstruktion so fixiert gewesen, dass sie sie nicht herausnehmen konnte. Auf dem Kopf trug sie einen viel zu großen und schweren Helm.

 

Führerscheinentzug für uneinsichtigen Vater

Die Zeugen versuchten dem Motorrad zu folgen, doch aufgrund der zügigen Fahrweise und dem schnellen Spurwechsel war dies nicht möglich. Die Polizei konnte den Fahrer jedoch anhand des Kennzeichens schnell ermitteln. Nachdem das Kind unversehrt bei seiner ahnungslosen und schockierten Mutter angetroffen wurde, konnte ermittelt werden, dass es sich bei dem Motorradfahrer um den leiblichen Vater des vierjährigen Mädchens gehandelt hat.

Dem uneinsichtigen Mann droht der Führerscheinverlust für alle Klassen. Zudem werde das Jugendamt prüfen, ob weitere Maßnahmen im Hinblick auf das Kindeswohl erforderlich seien, teilte die Polizei mit. 

 

Quelle: Polizeipräsidium Koblenz, dpa