US-Militär investiert Millionen in rheinland-pfälzische Stützpunkte

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz hat seine regelmäßigen Reisen nach einer Pandemie-Pause wieder aufgenommen. Thema waren vor allem die Auswirkungen der aktuellen sicherheitspolitischen Lage auf die US-Militärstandorte.

Drehscheibe für Nato-Ostflanke

Nach Einschätzung von Innenminister Lewentz (SPD) wird Rheinland-Pfalz als Drehscheibe für die Ostflanke der Nato eine „unglaubliche Bedeutungsaufwertung erfahren.“ Dies sei sein Eindruck nach Gesprächen mit dem Pentagon, dem State Departmanet, sowie mit den Kongress-Abgeordneten, die für den Militärhaushalt verantwortlich sind, sage Lewentz gegenüber der DPA in Mainz.

 

Hohe Investitionen für Baumholder und Weilerbach

Im Haushalt der US-Regierung für das Haushaltsjahr 2023 seien Investitionen von 506 Millionen US-Dollar in die Militärstandorte Baumholder und Weilerbach vorgesehen. Darüber hinaus seien für die nächsten Jahre Investitionen von mehr als einer Milliarde US-Dollar geplant. 

Im Entwurf der Regierung für das Haushaltsjahr 2023 seien 207 Millionen US-Dollar für Baumholder eingeplant, um Wohnungen für Familien und Schulen sowie ein neues Headquarter für eine zusätzliche Stationierung zu bauen.

Weitere 299 Millionen Euro seien für das neue Hospital in Weilerbach vorgesehen. „Das ist das größte Militärvorhaben außerhalb der USA.“

 

Dreh- und Angelpunkt: Ramstein und Kaiserslautern

„Wir haben in den letzten Monaten und Jahren beweisen können, dass man über das Drehkreuz Ramstein, aber natürlich auch mit den großen Nachschubmöglichkeiten aus Kaiserslautern flexibel und schnell verlegungsfähig ist“, sagte Lewentz. Dies werde in den USA gesehen.

„Das Zusammenspiel der Standorte in Rheinland-Pfalz funktioniert.“ Die wichtigsten Standorte seien Spangdahlem und Ramstein für die Luftwaffe (Air Force) sowie Kaiserslautern und Baumholder für die

Army. Rheinland-Pfalz sei nach dem Eindruck all seiner Gesprächspartner „die bedeutende Drehscheibe, um das amerikanische Engagement an der Nato-Ostflanke durchführen zu können“.

 

Quelle: dpa

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