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Rheinland-Pfalz: Worms

Kein Interesse an verstorbenen Familienmitgliedern

Eine Frau und ihr Sohn haben bei ihrer Abreise aus einem Hotel in Worms zwei Urnen in ihrem Zimmer zurückgelassen. Der Integrationsbetrieb Friedhof der Stadt Worms nahm die Asche in Verwahrung. Sie soll nun dort beigesetzt werden.

Urnen in Hotelzimmer entdeckt

Mutter und Sohn waren laut Angaben des Hotel-Prokuristen Volker Haag nach einem mehrwöchigen Aufenthalt Mitte November 2016 mit dem Zug in Richtung Österreich abgereist. Ein Teil der Rechnung war zu diesem Zeitpunkt noch offen, ebenso ließen die beiden Gepäckstücke im Hotel zurück.

Nachdem man vergeblich versucht hatte, die Frau und ihren Sohn zu kontaktieren, habe man ihre Sachen schließlich genauer unter die Lupe genommen. „Bei der Durchsuchung des Gepäcks sind uns die zwei Urnen in die Hände gefallen“, so Haag. Noch immer hat sich niemand gemeldet, der die Uhren haben möchte.

Verstorbene Eltern in Wormser Hotel zurückgelassen

In den Urnen befindet sich nach Einschätzung des Sprechers die Asche von den Eltern der Frau. Auf den Behälter standen Namen und der Ort der Einäscherung.

Die Feuerbestattung Südostbayern GmbH aus Traunstein bestätigte später, dass die Toten, deren Asche sich in den Behältnissen befindet, in den Jahren 2002 beziehungsweise 2007 in Traunstein eingeäschert worden waren.

Der Integrationsbetrieb Friedhof der Stadt Worms nahm schließlich die Urnen in Verwahrung. Dort wartete man noch den Mai über ab, ob sich die Hinterbliebenen melden. Da das nicht passierte, werden die Urnen nun auf dem Hauptfriedhof Hochheimer Höhe beigesetzt.

Quelle: dpa