Vierwöchiger Streik angedroht: Ultimatum der Busfahrer*innen in RLP

Der Dauerkonflikt zwischen dem VAV Arbeitgeberverband und ver.di geht in die nächste Runde: Mit drastischen Schritten versucht die Gewerkschaft dabei die Abschließung eines bereits vereinbarten Lohn- sowie Manteltarifvertrags zu erzwingen. Ganze vier Wochen wollen Busfahrer*innen ihre Arbeit einstellen, falls keine Fortschritte erzielt werden.

Druck auf den Arbeitgeberverband

Hintergrund des andauernden Streits ist eine vereinbarte Tariflohnerhöhung, um der Abwanderung von Busfahrer*innen in Nachbarbundesländer mit höheren Stundenlöhnen zu verhindern. Ursprünglich habe man sich darauf geeinigt, dass die Erhöhung ab dem 01.11.2021 in Kraft treten solle, so ver.di. Die Gelder des Landes, die dafür benötigt werden, wurden bereits bezahlt, bei den Kommunen wurden ebenfalls die meisten Gelder bereits beschlossen.

In einem Gespräch zwischen ver.di und der VAV konnte ein Konsens zur sofortigen Einführung des Tariflohns auf 17,20 € gefunden werden, der allerdings nach zwei Tagen wieder von Seite der Arbeitgeber verworfen wurde. „Jetzt kommen wir langsam in einen Bereich bei dem die Arbeitgeberseite den Rand der Legalität zu verlassen droht“, schimpft der ver.di Verhandlungsführer Marko Bärschneider.

 

Ultimatum bis 26.11.2021

Nun übt die Gewerkschaft mit einem Ultimatum weiteren Druck aus. Bis zum 26.11. soll der Tarifvertrag umgesetzt werden oder in ein Schlichtungsverfahren getreten werden. „Falls das Ultimatum ohne Ergebnis verstreicht, werden wir ab dem 27.11.2021 bis zunächst 24.12.2021 im gesamten Bundesland den ÖPNV bestreiken. Wir wollen das in jedem Fall verhindern. Wir wollen endlich Ruhe haben und das bekommen, was längst geeint war“, so Bärschneider

Quelle: verdi

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