Tod nach Polizeieinsatz: Mannheimer starb nicht an Schussverletzung

Am Dienstag kam es zu einem Polizeieinsatz wegen häuslicher Gewalt. Ein 31-Jähriger drohte im Streit mit seiner Mutter, sich selbst zu töten. Da er nicht mit Reizgas zu bewältigen war, kam es zur „gezielten Schussabgabe“. Trotz Reanimationsversuchen kollabierte der Mann und verstarb. Jetzt liegen die Obduktionsergebnisse vor.

Eigen Stichverletzung führte zu massiven Blutungen

Der Mannheimer starb laut vorläufiger Obduktion, an selbst zugefügten Schnitten und nicht an dem gezielten Beinschuss durch die Polizei. Wie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft Mannheim am Mittwoch, den 11.05.2022, mitteilten, starb der 31-Jährige durch Herz-Kreislauf-Versagen und hohen Blutverlust. Insbesondere eine Stichverletzung im Bereich des Schlüsselbeins habe, laut vorläufigem Obduktionsergebnis der Rechtsmedizin Heidelberg, zu massiven Blutungen geführt. Die Stichverletzungen habe sich der Mann laut Ermittler selbst zugefügt.

 

31-Jähriger mit Küchenmesser bewaffnet

Noch bevor die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eintrafen, habe der 31-Jährige im Streit mit seiner Mutter gedroht sich selbst zu töten und sich selbst erhebliche Schnitt- und Stichverletzungen zugefügt. Es hießt, dass er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden habe. Laut LKA versuchten die Polizeibeamt*innen den Mann, der mit einem Küchenmesser bewaffnet war, mit Reizgas zu überwältigen. Allerdings erfolglos. Im Anschluss habe es eine „gezielte Schussabgabe“ in das Bein des Mannheimers gegeben. Trotz Reanimationsmaßnahmen kollabierte der Mann im Laufe des Geschehens und starv.

 

Untersuchungen laufen weiter

Es wird noch weitere Untersuchungen geben, um die vorläufigen Obduktionsergebnisse abzusichern. Das LKA hatte zu einem frühen Zeitpunkt die Ermittlungen übernommen. Insbesondere der Schusswaffengebrauch der Polizei auf einen bereits Verletzten wird untersucht.

 

Quelle: dpa

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