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Saarland und Bayern schließen Schulen und Kitas

Als erstes Bundesland hat das Saarland in der Nacht die Schließung aller Schulen und Kindertageseinrichtungen ab Montag bekannt gegeben. Wegen seiner Grenznähe stehe das Land vor besonderen Herausforderungen, so Ministerpräsident Tobias Hans. Auch Bayern zog am Freitagmorgen nach.

++UPDATE, 10 Uhr:

Auch in Niedersachsen wird in der kommenden Woche kein Schulunterricht stattfinden. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung würden am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien beginnen. 

Berlin will von nächster Woche an stufenweise Schulen und Kitas schließen und den öffentlichen Nahverkehr auf ein Mindestmaß reduzieren.


 

Bis zu den Osterferien kein Unterricht

In der Nacht zu Freitag hat das Saarland bekanntgegeben, dass wegen des Coronavirus landesweit Schulen und Kindertagesstätten ab Montag bis Ende der Osterferien geschlossen werden. Dies geschehe aufgrund der Situation als Grenzland, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Freitag mit. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt.

Wie es um die Abiturprüfungen im Saarland steht, sei im Vorfeld der Sitzung noch nicht klar, teilte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitagmorgen aus Regierungskreise erfuhr, schließt auch Bayern ab Montag alle Schulen. Bis zum Beginn der Osterferien am 06. April bleiben alle Kindergärten, Schulen und Kitas dicht, so die dpa.

 

Was ist mit den anderen Bundesländern?

Baden-Württemberg will am heutigen Freitag über landesweite Schulschließungen entscheiden. Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es Beratungen des Kabinetts.

Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag waren großflächige Schulschließungen zunächst nicht geplant worden. Die Konferenz schließe jedoch eine derartige Maßnahme nicht aus, sagte die Vorsitzende, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

 

Nachbarländer bereiten Saarland Sorgen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstagabend die Bevölkerung aufgerufen, wo immer möglich, auf Sozialkontakte zu verzichten. Eine vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen etwa durch das Vorziehen der Osterferien sei eine Option.

„Es braucht jetzt Entscheidungen mit klarem Kopf, die unweigerlich auch eine Einschränkung des öffentlichen Lebens mit sich bringen“, teilte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mit. Das Saarland stehe mit seiner direkten Nähe zu den Nachbarländern Frankreich und Luxemburg ebenso wie andere Grenzländer innerhalb Deutschlands vor besonderen Herausforderungen. In Haut-Rhin im nahe gelegenen Risikogebiet Grand Est seien bis Donnerstag mit 359 infizierten Personen rund 61 Prozent der bestätigten Infektionen der Region aufgetreten, teilte die französische Botschaft in Deutschland mit.

 

Quelle: dpa


++ RPR1. will in keiner Weise zu sogenannter „Panikmache“ beitragen. Wir wollen und werden unsere Hörer & Leser aber weiterhin mit validen Informationen versorgen und Sachverhalte korrekt einordnen. Dabei ging und geht es nicht darum Ängste zu schüren! ++