Sturmtief Sabine wütet in RLP

Sturm Sabine hat Deutschland in der Nacht mit voller Wucht erreicht. Im Pfälzer Wald wurden sogar Windgeschwindigkeiten bis zu 150 km/h gemessen. Dennoch blieben größere Katastrophen bisher aus.

Update, 10.02.2020, 14:00 Uhr

 

 

 

Update, 10.02.2020, 09:00 Uhr

 

 

Amtliche Unwetterwarnung bleibt bestehen

Sturmtief Sabine ist über uns hinweggefegt. Zahlreiche Bäume stürzten um, auf Straßen und Schienen muss noch den ganzen Tag mit massiven Behinderungen gerechnet werden.

Wie RPR1.Wetterexperte Dominik Jung mitteilt, wurden in RLP teils heftige Windgeschwindigkeiten erreicht.

Die höchste gemessene Böen in RLP:

  • Weinbiet im Pfälzer Wald 150 km/h
  • Dörrmoschel Donnersbergkreis 135 km/h
  • Deuselbach Hunsrück 110 km/h
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Die höchsten Windgeschwindigkeiten in RLP seit Mitternacht. Quelle: RPR1.Wetterexperte Dominik Jung

 

Im gesamten Land gilt noch bis zum Nachmittag Alarmstufe Rot: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gilt auch weiterhin eine amtliche Warnung vor Sturmböen.

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Schule fällt vielerorts am 10.02.2020 aus

Viele Kinder haben heute in Rheinland-Pfalz schulfrei. Das Ministerium für Bildung in Rheinland-Pfalz teilte mit, dass bei extremen Witterungsverhälntnissen grundsätzlich die Erziehungsberechtigten entscheiden sollten, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar sei. Das Ministerium in Mainz lässt die Schulen selbst entscheiden, ob am Montag Unterricht stattfinden wird, oder nicht.

Aufgrund des aufziehenden Sturmtiefs Sabine haben einige Städte in Nordrhein-Westfalen angekündigt, den Unterricht an ihren Schulen ausfallen zu lassen. Weitere Informationen dazu gibt es hier: Mehr Infos

 

Straßen in Südpfalz unpassierbar

Auch für die Einsatzkräfte gab es am Morgen teils kein Durchkommen. Im Süden von Kaiserslautern seien beispielsweise mehrere Teile des Waldgebietes bis in die Südpfalz hinein unpassierbar, hieß es von der Polizei. Autofahrer müssen am Montagmorgen mit erheblichen Behinderungen rechnen. Orkantief «Sabine» habe zahlreiche Bäume umstürzen lassen, manche Straßen konnten die Einsatzkräfte in der Nacht noch gar nicht erreichen, darunter Teile der Bundesstraße 48. Die Sperrungen dauerten deshalb noch bis in den morgendlichen Berufsverkehr hinein an, hieß es.

Auch in anderen Landesteilen machen umgestürzte Bäume Einsatzkräften und Autofahrern zu schaffen.

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Ein umgestürzter Baum liegt auf einer Kreisstrasse bei Schenkelberg im Westerwald. Bild: picture alliance/Thomas Frey/dpa

 

Fußgänger im Saarland von umstürzendem Baum getroffen

In Saarbrücken sind am späten Sonntagabend zwei Menschen durch einen umstürzenden Baum schwer verletzt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Die Fußgänger waren am späten Sonntagabend auf einem Parkplatz des Klinikums Saarbrücken (Winterberg) unterwegs, wie die Polizei mitteilte. 

In Frankfurt knickte in der Nacht der Ausleger eines Baukrans um und brach zum Teil durch das Dach des Frankfurter Doms. Verletzt worden sei niemand, berichtete die Polizei. Wie groß der Schaden ist, konnte in der Nacht noch nicht gesagt werden. Laut Feuerwehr stellt der Ausleger keine Gefahr dar, wie ein Sprecher sagte. Eine Fachfirma sollte den Kran am Montag zurückbauen und den Ausleger entfernen.

 

Bahnverkehr stark beeinträchtigt

Die Bahn hat ihren Fernverkehr am Sonntagabend ab 20 Uhr eingestellt. Bis mindestens 10 Uhr heute morgen fuhren weder ICE noch IC, & Co. In vielen Regionen wurde zudem der Regionalverkehr eingestellt, so etwa in der Metropolregion Rhein-Neckar. Alle Bus- und Straßenbahnlinien der RNV blieben bis auf weiteres stehen. 

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