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Rheinland-Pfalz ist (wieder) Reiseland

Das öffentliche Leben zwischen Rhein und Mosel ist in eine neue Phase eingetreten: Hotels, Jugendherbergen, Campingplätze & Co. dürfen unter Auflagen wieder öffnen – und könnten zum Touristenmagnet in diesem „Sommer daheim“ werden.

Jugendherbergen im Land

Alle 45 Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland können jetzt wieder Gäste aufnehmen, wie der Landesverband am gestrigen Montag mitteilte. Die Corona-Krise habe die Jugendherbergen schwer getroffen. „Wir kämpfen ums Überleben“, erklärte der Verbandsvorsitzende Jacob Geditz. Die Stornierung aller Klassenfahrten bis zum Ende des Schuljahres habe die Situation verschärft. Jetzt hoffen die Jugendherbergen vor allem auf Übernachtungen von Familien.

 

Camping in Corona-Zeiten

„Ab heute geht's los“, sagte der Manager des Knaus-Campingparks Koblenz/Rhein-Mosel, Sven Holzmann. „Der Run ist da, die Vormeldungen sind da.“ Rege Nachfrage gibt es auch in der Pfalz - für das Himmelfahrts- und das Pfingstwochenende meldete etwa der Campingplatz Wappenschmiede in St. Martin (Südliche Weinstraße): „Wir sind ausgebucht.“

Die Sanitäranlagen der Plätze dürfen nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums zum Teil geöffnet werden: Toiletten ja, Gemeinschaftsduschen nein.

 

Wie sieht es mit Hotels in Rheinland-Pfalz aus?

Jeder Betrieb müsse individuell überlegen, wann sich eine Öffnung lohne, sagte der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Rheinland-Pfalz, Gereon Haumann. Viele der rund 4000 Betriebe gehen wohl erst am Mittwoch oder Donnerstag zum Christi-Himmelfahrt-Wochenende an den Start - andere sogar noch eine gute Woche später zu Pfingsten.

Dennoch: Auch nach Lockerung der Beschränkungen in der Gastronomie sind viele kleine Betriebe in ihrer Existenz bedroht. Für mittelgroße und große Hoteliers und Gastronomen hingegen sei die Umsetzung von Hygiene-Vorkehrungen und Abstandsregeln nach Einschätzung der Landtagsabgeordneten Ellen Demuth (CDU) leichter machbar, sagte die Vorsitzende der Enquete-Kommission Tourismus Rheinland-Pfalz am Montag. Kleinere Betriebe aber hätten dafür oft nicht das Personal und die notwendige Logistik. „Ich fürchte, dass viele Betriebe, die vor einem Generationswechsel stehen, nun gar nicht mehr öffnen, wenn die Liquidität nicht da ist.“

 

 

Quelle: dpa