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Prozess um Tankstellen-Mord in Idar-Oberstein vertagt

Prozess-Auftakt nach Mord in einer Tankstelle: Gut ein halbes Jahr nach dem tödlichen Schuss auf einen Tankstellen-Kassierer in Idar-Oberstein hat heute der Prozess um den Fall begonnen - und ist nach wenigen Stunden vertagt worden.

Prozessauftrakt unterbrochen

Kurz nach der Verlesung der Anklage wurde der Prozess um den tödlichen Schuss auf einen Tankstellen-Mitarbeiter im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein am Montag (21.03.) unterbrochen worden. 

Die Unterbrechung war zunächst auf eine Stunde festgelegt und sollte der Verteidigung die Gelegenheit geben, erst kürzlich von der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz eingereichte Ermittlungsakten einzusehen. Die umfangreichen Unterlagen waren laut Staatsanwaltschaft erst am Donnerstag (17. März) eingegangen. Die Verteidigung zeigte sich überrascht von der Entwicklung und wollte den Prozess nicht fortsetzen. In den Unterlagen soll es unter anderem um Chat-Protokolle und deren Auswertung gehen. Am Freitag soll der Prozess fortgeführt werden. 
 

Mutmaßlicher Täter will sich äußern

Laut seinen Anwälten will sich der 50-jährige Angeklagte zur Tat äußern. "Er bereut sein Vorgehen, er kann es sich selbst nicht erklären, aber Mord war es nicht", so die Verteidigung des Idar-Obersteiners. 

Laut Staatsanwaltschaft soll der 50-jährige Angeklagte einen 20 Jahre alten Mitarbeiter einer Tankstelle in Idar-Oberstein Mitte September 2021 mit einem Revolver getötet haben, nachdem dieser den Kunden mehrfach auf die coronabedingte Maskenpflicht hingewiesen hatte.

Der mutmaßliche Täter soll laut Staatsanwaltschaft "heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen" gehandelt haben. Der zuvor nicht polizeibekannte Mann hat die Tat in einer Vernehmung gestanden. Die Tat hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt.

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