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Sturm-Update: Rheinland-Pfalz im Zentrum der orkanartigen Böen

Extremwetterlage ab kommender Nacht: Der schwere Sturm wütet vor allem in Rheinland-Pfalz. Eifel, Westerwald und in Rheinhessen stehen im Zentrum des Unwetters, das erst schwere Sturmböen bis 100km/h bringt und anschließend eine neue Schneewalze mit sich zieht.

Unwetterwarnung herausgegeben

Uns stehen aufregende Wettertage bevo:. Die eigentliche Gefahr für die kommend Nacht geht von Randtief Egon aus, das ab dem frühen Morgen innerhalb von 24 Stunden mit zunehmender Verstärkung über Rheinland-Pfalz fegen wird.  Der Deutsche Wetterdienst gab am Donnerstagmittag zudem eine amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen (Stufe 3 von 4) in Rheinland-Pfalz und dem Saarland (über 600m) heraus. Die Warnung gilt von 22 Uhr bis 10 Uhr am Freitagmorgen. Die Nacht kann also extrem ungemütlich werden, bitte bleibt – wenn es möglich ist – besser zu Hause!

Eine stürmische Angelegenheit

„Egon wird ab den frühen Morgenstunden (ca. ab drei Uhr) über Rheinland-Pfalz ziehen. Die Luftdrucklinien sind dabei ganz dicht gedrängt und das spricht unter anderem für einen schweren Sturm. Wir erwarten selbst im Flachland orkanartige Böen bis 110 km/h. Es ist nicht ausgeschlossen, dass bei Schauer auch volle Orkanböen (um die 120 km/h) erreicht werden. In den Mittelgebirgen sind Spitzen bis 130 oder 140 km/h möglich“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Die Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes sind hingegen etwas gemäßigter – trotzdem ist mit einem schweren Sturm zu rechnen. Der DWD spricht von Windgeschwindigkeiten bis 70 km/h in Rheinland-Pfalz, im Bergland sind schwere Sturmböen bis zu 100 km/h zu erwarten:

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Bild: wetter.net

 

Rheinland-Pfalz im Zentrum des Sturms

Insgesamt belaufen sich alle Berechnungen darauf, dass Rheinland-Pfalz, das Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen am stärksten betroffen sind. Experten warnen daher ausdrücklich: Haltet Euch in der kommenden Nacht in diesen Regionen bitte nicht im Freien auf. Es besteht Lebensgefahr durch umherfliegende Gegenstände, Äste oder umstürzende Bäume! „Auf Schienenwegen kann es zu Einschränkungen aufgrund umgestürzter Bäume kommen. Auch der Flugverkehr wird betroffen sein, hier sei besonders der Rhein-Main-Flughafen Frankfurt am Main genannt“, warnt Meteorologe Jung.

 

Warnung vor starkem Schneefall

Erst bringt das Sturmtief dabei Regen, auf seiner Rückseite dann aber kalte Luft und Schneefall bis in tiefste Lagen in Rheinland-Pfalz.  Die Schneefallgrenze sinkt in der Nacht zum Freitag bis in tiefe Lagen.

Unsicher ist momentan noch, wo dann das genaue Zentrum der Schneewalze am Freitagmorgen liegt. Heftiger Regen und Schnee werden den Verkehr zwischen der Südpfalz und Köln in den frühen Morgenstunden dominieren und möglicherweise auch zum Erliegen bringen. Der Deutsche Wetterdienst hat bisher eine Warnung vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen  für die Eifel, den Westerwald und das komplette Rheinland herausgegeben.

 

Quelle: Deutscher Wetterdienst, wetter.net